Microsoft hat am 21. Mai 2013 die Xbox One vorgestellt und damit die Nachfolgerin der Xbox 360 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt. Bei der Präsentation am Firmensitz in Redmond ging es weniger ums Spielen, sondern vor allem um die Rolle der Konsole als Schaltzentrale fürs Wohnzimmer. Don Mattrick, zu der Zeit President of Interactive Entertainment Business, sprach von einem System, das erstmals das nahtlose Umschalten zwischen Spielen und Unterhaltung erlaube. Erscheinen soll die Konsole laut Ankündigung noch im selben Jahr, weitere Details kündigte Microsoft für die E3 im Juni an. Wie viel Kritik schon der Vorgänger bei der Community ausgelöst hatte, zeigte sich rund um die Xbox 360 und ihre Online-Funktionen.
Was in der Konsole steckt
Im Inneren arbeitet ein x86-basierter Acht-Kern-Prozessor mit mehr als fünf Milliarden Transistoren. Dazu kommen 8 GB Arbeitsspeicher, eine 500-GB-Festplatte und ein Blu-ray-Laufwerk. Bei den Schnittstellen nennt Microsoft USB 3.0, Gigabit-Ethernet sowie WLAN nach 802.11n inklusive WiFi Direct. Mitgeliefert wird ein neu entwickelter Kinect-Sensor mit 1080p-Auflösung, der Sprach- und Gestensteuerung übernimmt. Der Befehl „Xbox On“ weckt das Gerät, weitere Kommandos steuern Navigation und Wiedergabe.
Spannend wird es bei der Software. Die Xbox One läuft mit drei Betriebssystemen gleichzeitig. Eines davon basiert auf einer abgespeckten Windows-Variante, womit Entwickler einen gemeinsamen Kernel über Windows, Windows Phone und Xbox nutzen können. Ein eigenes Spielbetriebssystem und eine Vermittlungsschicht sorgen dafür, dass Spiel- und Entertainment-Anwendungen parallel laufen.
Fernsehen, Skype und das vernetzte Wohnzimmer
Den größten Raum nahm in der Präsentation die Verzahnung von TV und Konsole ein. Mit der Snap-Funktion laufen mehrere Anwendungen nebeneinander auf einem Bildschirm, etwa ein Spiel neben einem Webbrowser oder einer Skype-Sitzung. Skype erlaubt HD- und Gruppenanrufe direkt am Fernseher. OneGuide bündelt die Programmnavigation und steuert angeschlossene Set-Top-Boxen von Kabel- und Satellitenanbietern. Hinzu kommen Smart Match fürs Matchmaking, eine Game-DVR-Funktion mit Cloud-Speicher und die Anbindung an Xbox SmartGlass. Mit dieser Ankündigung wollte Microsoft eine Geräteklasse etablieren, die mehr sein sollte als eine reine Spielkonsole.
