Der frühere Xbox-Vizepräsident Ed Fries hat sich in Folge 132 des Xbox Expansion Pass kritisch mit dem Geschäftsmodell von Xbox Game Pass auseinandergesetzt. Im Gespräch vom 22. Mai 2022 sagte Fries, dass ihn vor allem die mögliche Wirkung großer Spiele-Abonnements auf den Einzelverkauf nervös mache.
Fries verglich den möglichen Effekt mit Musik-Streamingdiensten wie Spotify. Wenn ein Abo einen großen Teil der Kundschaft vom Kauf einzelner Spiele abbringe, könne sich das auf die Einnahmen von Entwicklerteams und Publishern auswirken. Seine Aussage war eine persönliche Einschätzung und keine Prognose zur aktuellen Profitabilität von Microsofts Dienst.
Unterschiedliche Modelle für Entwickler
Im Gespräch ging es auch um die Gegenposition, dass Game Pass Entwicklern planbare Zahlungen und zusätzliche Reichweite verschaffen kann. Entscheidend sind dabei die jeweiligen Vertragsmodelle, die je nach Spiel, Plattform und Veröffentlichungszeitpunkt unterschiedlich ausfallen. Für Studios bleibt damit die Frage offen, wie Abonnements, Verkäufe und langfristige Services miteinander kombiniert werden.
Game Pass im Wachstum
Microsoft hatte im Januar 2022 mehr als 25 Millionen Game-Pass-Abonnenten gemeldet. Diese Größenordnung erklärt, warum die Erlösmodelle des Dienstes auch außerhalb von Microsoft diskutiert werden. Fries arbeitete bis 2004 als Vice President of Game Publishing bei Xbox und sprach im Podcast aus der Perspektive eines Branchenveteranen.
