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Windows: Microsoft passt Store, Standardbrowser und Suche an den Digital Markets Act an

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Windows: Microsoft passt Store, Standardbrowser und Suche an den Digital Markets Act an
Windows: Microsoft passt Store, Standardbrowser und Suche an den Digital Markets Act an - Bild: https://blogs.windows.com/windows-insider/2025/06/02/updates-to-windows-for-the-digital-markets-act/

Microsoft hat am 2. Juni 2025 mehrere Anpassungen an Windows 10 und Windows 11 angekündigt, mit denen das Unternehmen die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erfüllt. Es geht um den Microsoft Store, das Verhalten des Standardbrowsers, die Windows-Suche und das Zusammenspiel hauseigener Apps mit Webinhalten. Die Änderungen gelten nur für Geräte im EWR. Verteilt werden sie über das Windows-Insider-Programm und danach schrittweise an Retail-Systeme.

Store lässt sich löschen, Apps bekommen trotzdem Updates

Im EWR können Nutzer den Microsoft Store künftig wie jede andere Anwendung über das Startmenue und die Einstellungen entfernen. Apps, die über den Store kamen, erhalten laut Microsoft auch nach dessen Deinstallation weiter Updates und bleiben damit sicher und aktuell. Wer den Store später wieder braucht, kann ihn erneut installieren. Die Funktion kommt auf Retail-Geräte mit Windows 10 und Windows 11.

Beim Standardbrowser greift die Auswahl jetzt weiter. Im EWR gilt die Festlegung zusätzlich für Link-Typen wie ftp, http, https und read sowie für Dateitypen wie .htm, .html, .mht, .mhtml, .shtml, .svg, .xht, .xhtml und .xml. Auch .pdf lässt sich für den Browser als Standard setzen. Über die Schaltfläche „Als Standard festlegen“ wird der gewählte Browser im EWR an die Taskleiste angeheftet, sofern man die zugehörigen Kontrollkaestchen nicht abwählt. Der hauseigene Browser Microsoft Edge fordert nicht mehr zum Setzen als Standard auf, es sei denn, er wird direkt geöffnet. Und wer Edge im EWR deinstalliert, bekommt von anderen Microsoft-Apps keine Aufforderung mehr, ihn neu zu installieren.

Mehr Suchanbieter, Webinhalte im gewählten Browser

In der Windows-Suche können sich Apps als Anbieter für die Websuche registrieren. Mit der Installation werden sie automatisch aktiviert. Ergebnisse mehrerer Anbieter erscheinen gleichzeitig und lassen sich in den Einstellungen neu sortieren. Die Bing-App, die in der Windows-Suche als Anbieter von Websuch-Erlebnissen dient, öffnet Webinhalte im EWR über den Standardbrowser. Diese Änderung steckte bereits in Insider-Builds und sollte Anfang Juni 2025 vollständig auf Retail-Systeme von Windows 10 und Windows 11 ausgespielt sein.

Die Start Experiences App liefert Widget- und Feed-Inhalte für das Widgets-Board und den Sperrbildschirm. Auch sie öffnet Webinhalte unter Windows 11 im EWR über den Standardbrowser. Microsoft bezeichnet die Maßnahmen als laufende Arbeit an der DMA-Konformität und stellt weitere Schritte in Aussicht. Der Weg führt zunächst über das Windows-Insider-Programm und danach in Etappen an Endkundengeräte im EWR. Der erste Beta-Build mit den Browser-Anpassungen trug die Nummer 26120.4151.

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