Microsoft hat die Speicherverwaltung von Windows 11 für PCs mit 8 GByte Arbeitsspeicher überarbeitet. Das System reagiert laut Microsoft bis zu 20 Prozent schneller, das Multitasking in einem Labortest bis zu 40 Prozent. Windows hält durch eine angepasste Kompression bis zu 2 GByte mehr aktive Daten im Arbeitsspeicher, statt sie auf langsameren Speicher auszulagern.
Die 20 Prozent stammen aus Telemetriedaten. Microsoft verglich die Reaktionszeiten von Suche, Startmenü, Rechtsklick, Einstellungen, Snipping Tool und Explorer zwischen den Builds 26300.9550 und 26200.7628. Die 40 Prozent stammen aus einem Test mit einem HP OmniBook 3, 8 GByte und Snapdragon X Plus. Dabei wurden 20 Edge-Tabs, ein 4K-Video, große Office-Dateien, Outlook und Explorer geöffnet. Microsoft bezeichnet das Ergebnis nicht als Benchmark.
Weniger Speicher für Widgets und Office
Das committed memory soll in Multitasking-Tests um bis zu 900 MByte weniger wachsen. Word, PowerPoint, Excel und Outlook sparen zusammen rund 360 MByte, das Widgets-Panel rund 200 MByte, weil es auf 8-GByte-PCs erst beim Öffnen lädt. Inaktive Edge-Tabs schlafen nach 15 Minuten statt nach zwei Stunden ein. Edge startet im Hintergrund bis zu 33 Prozent schneller, Teams bis zu 20 Prozent.
Die Verbesserungen setzen Windows 11 26H2 mit Build 26300.9818 oder neuer voraus. Microsoft verteilt sie über das optionale Update KB5127936 und den Patch Day am 10. November. Rechner mit 16 oder 32 GByte bleiben für aufwendigere Arbeiten besser ausgestattet. Für Entwickler-PCs richtet Microsoft mit Project Zenith bereits Geräte ab Werk für die Programmierung ein.

