Das W3C hat am 14. Februar 2018 die ersten öffentlichen Arbeitsentwürfe für WebAssembly angekündigt. Die verlinkten Fassungen tragen das Datum 15. Februar. Sie behandeln das Kernformat, die JavaScript-Schnittstelle und die Integration in die Webplattform. Das sind Arbeitsentwürfe, kein fertig verabschiedeter Standard.
Kernformat und Einbindung sind getrennte Aufgaben
Die Core Specification für WebAssembly 1.0 beschreibt den Befehlssatz, die Binärkodierung, Validierung und Ausführung. Sie definiert nicht den Zugriff auf eine konkrete Umgebung. Das Format ist deshalb nicht allein auf Browser beschränkt. Sichere und effiziente Ausführung sind Entwurfsziele, keine Garantie einer bestimmten Geschwindigkeit für jedes Programm.
Das JavaScript Interface beschreibt dagegen die Verbindung zu JavaScript, darunter das Kompilieren und Instanziieren von Modulen. Der Text bezeichnet sich ausdrücklich als frühen Entwurf, der noch nicht als maßgebliche WebAssembly-Spezifikation verwendet werden soll.
Streaming und Fehlersuche im Browser
Die Web API ergänzt unter anderem compileStreaming und instantiateStreaming. Sie nennt für die Antwort den MIME-Typ application/wasm und legt Regeln zur Darstellung von Funktionsindizes und Positionen in Fehlermeldungen fest. Diese Details betreffen den Lade- und Debugging-Ablauf, nicht die Gestaltung einer Spielwelt.
Für Browser-Spiele und interaktive Entwicklungswerkzeuge sind beide Ebenen relevant: Ausführbarer Code benötigt eine Laufzeit und eine definierte Verbindung zu seiner Umgebung. Microsoft Edge hatte bereits im Creators Update 2017 eine experimentelle WebAssembly-Vorschau angeboten. Browser-Unterstützung und der Reifegrad eines Standarddokuments sind jedoch unterschiedliche Fragen.
Der Beitrag dokumentiert den Entwurfsstand vom Februar 2018. Die verlinkten datierten Fassungen vermeiden eine Vermischung mit späteren Spezifikationsänderungen. Das heutige W3C-Logo dient nur als Symbolbild.

