Microsoft hat am 13. Juli 2016 die C++-Unterstützung für den Developer Assistant in Visual Studio vorgestellt. Die Erweiterung durchsucht Codebeispiele und technische Dokumentation direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus.
Codebeispiele direkt aus der Entwicklungsumgebung
Der Developer Assistant kombiniert kontextbezogene Websuche mit dem Editor. Entwickler können ein Schlüsselwort auswählen und per Kontextmenü nach Erklärungen, Bibliotheken oder passenden Codefragmenten suchen. Die Suche berücksichtigt unter anderem MSDN, Stack Overflow, cppreference.com und cplusplus.com. Für C++-Projekte nennt Microsoft außerdem Bibliotheken wie Boost, Direct3D und OpenCV.
Microsoft erweiterte dafür drei Kernfunktionen des Werkzeugs: die Suche nach einer ausdrücklich ausgewählten Programmierschnittstelle, die Suche in natürlicher Sprache und die Suche nach vollständigen Projekten. Der Suchbestand umfasste laut Microsoft insgesamt 64 Millionen Codebeispiele. Die C++-Erweiterung sollte damit auch bei Bibliotheken und Beispielprojekten helfen, die nicht Teil der Standarddokumentation sind.
Kontextsuche in Visual Studio 2015
In Visual Studio 2015 öffnet die Funktion Bing Contextual Search eine Ergebnisseite zu einem markierten Begriff oder einem Compilerfehler. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung arbeitete die Fehlerabfrage allerdings nur im Editor, nicht bei direkt angezeigten Compilerfehlern. Die Erweiterung ergänzt damit die bereits vorhandenen Visual-Studio-Erweiterungen um eine auf C++ zugeschnittene Recherchefunktion.
Der Developer Assistant war als kostenloses Visual-Studio-Plugin verfügbar. Die Kombination aus C++-Code, Projektsuche und kontextbezogener Recherche richtete sich an Teams, die innerhalb ihrer bestehenden Entwicklungsumgebung schnell auf wiederverwendbare Beispiele zugreifen wollten.
