Microsoft hat mit Visual Studio Code 1.9 eine neue Version seines plattformübergreifenden Editors veröffentlicht. Das Januar-2017-Release ergänzt die Entwicklungsumgebung um eine Welcome-Seite, überarbeitete Terminalfunktionen und mehrere Verbesserungen für Debugging und Aufgaben.
Welcome-Seite und integriertes Terminal
Die neue Welcome-Seite bündelt Schnellzugriffe, zuletzt geöffnete Ordner und Verweise auf die Dokumentation. Ein interaktives Playground-Element führt anhand von Beispielen durch Funktionen der Codebearbeitung. Das integrierte Terminal wurde technisch überarbeitet und soll bei großen Ausgabemengen nicht mehr so leicht blockieren. Microsoft nennt eine bis zu fünfmal höhere Geschwindigkeit. Unter Windows wurde zudem die Kommunikation mit dem Terminalprozess aktualisiert. PowerShell ist dort nun standardmäßig als Shell hinterlegt.
Die Entwicklung baut auf den Änderungen der vorherigen Version Visual Studio Code 1.8 auf. Für Entwicklerteams sind vor allem die Kombination aus Editor, Terminal und projektbezogenen Einstellungen interessant, weil Build- und Testbefehle direkt aus der Arbeitsumgebung gestartet werden können.
Einzeldateien debuggen und Aufgaben ausführen
Visual Studio Code 1.9 erlaubt das Debuggen einzelner Dateien ohne eigene Startkonfiguration. Während des Debuggings können Variablenwerte direkt im Quelltext angezeigt werden. Für Node.js kommen Konfigurationen für Mocha-Tests, Gulp-Aufgaben und Yeoman-Generatoren hinzu. Die Release Notes beschreiben außerdem mehrere Befehle pro Aufgabe und eine neue, noch optionale Ausführung von Tasks im Terminal. Damit lassen sich unterschiedliche Build-Schritte in einer tasks.json hinterlegen und getrennt starten.

