Microsoft hat am 4. September 2019 Visual Studio Code 1.38 veröffentlicht. Das als August-2019-Release bezeichnete Update erweitert die Remote Development Extensions um eine stabile Preview für Alpine-Linux-Container und bringt TypeScript 3.6.2 sowie eine Reihe von Editor-Verbesserungen für den täglichen Einsatz in Entwicklungsprojekten.
Alpine Linux und Remote Development
Die Remote Development Extensions ermöglichen es, einen Docker-Container, eine entfernte Maschine oder das Windows-Subsystem für Linux (WSL) als vollwertige Entwicklungsumgebung zu nutzen. Mit Version 1.38 kommen Alpine-Linux-Container und AlpineWSL-Distributionen als stabile Preview hinzu. Zusätzlich wurde experimentelle Unterstützung für ARMv7l/AArch32-SSH-Hosts und ARMv8l/AArch64-SSH-Hosts integriert. Gerade für Teams, die containerisierte Build-Umgebungen auf Alpine-Basis betreiben, schließt das eine bislang fehlende Lücke. Details zu den Remote-Development-Neuerungen sind in den separaten Release Notes zum Remote Development zusammengefasst.
TypeScript 3.6 und Sprachverbesserungen
VS Code 1.38 liefert TypeScript 3.6.2 mit. Das Major-Update der Sprache bringt striktere Generatoren und Unterstützung für import.meta in SystemJS-Modulen. Für HTML und CSS zeigt der Editor jetzt direkte MDN-Referenzlinks in der IntelliSense-Vervollständigung an. CSS-Eigenschaften, die als nonstandard oder obsolete eingestuft sind, erhalten ein Deprecation-Markup. Verbessert wurde außerdem die Less-Unterstützung, die nun Root-Funktionen, Map-Lookups und anonyme Mixins abdeckt. Das im März 2019 erschienene VS Code 1.32 hatte bereits Quickfixes direkt an Fehlermeldungen und eine erweiterte Tastenkürzel-Verwaltung eingeführt.
Editor und Workbench
In der globalen Suche und im Ersetzen-Werkzeug lässt sich nun die Groß- und Kleinschreibung beim Ersetzen beibehalten. Diese Funktion, bekannt als Preserve Case, gilt jetzt auch für Bindestriche in zusammengesetzten Wörtern. Der Einstellungseditor zeigt Validierungsfehler für Array-of-String-Einträge an, sobald Werte gegen Schema-Vorgaben wie minItems, maxItems, item.enum oder item.pattern verstoßen. Im Diff-Editor gibt es neue Aktionen, um gelöschte Zeilen zu kopieren oder rückgängig zu machen. Der Go to Line-Dialog akzeptiert negative Zeilennummern, was den direkten Sprung ans Dateiende vereinfacht. Das Layout-System der Workbench wurde auf dasselbe Grid-Widget umgestellt, das der Editorbereich nutzt. Damit lässt sich der Editorbereich nun vollständig ausblenden, um etwa das Terminal oder eine Ausgabekonsole bildschirmfüllend anzuzeigen.
