Valve enthüllt Steam Deck OLED: HDR-Display, 90 Hz und 6-nm-APU ab 549 US-Dollar

Valve hat am 9. November 2023 das Steam Deck OLED angekündigt, eine Revision des Mobilgeräts, die ab dem 16. November 2023 in den Handel kommt. Das Unternehmen positioniert die Neuauflage ausdrücklich nicht als Leistungssprung, sondern als Effizienz- und Komfort-Upgrade. Zentrale Neuerung ist ein 7,4 Zoll großes HDR-OLED-Panel mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und einer Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz. Die Preise beginnen bei 549,99 US-Dollar für die Variante mit 512 GB Speicher, die Ausführung mit 1 TB kostet 649,99 US-Dollar.

Effizienz statt Rechenleistung

Der entscheidende technische Eingriff betrifft die APU. Valve verkleinert den von AMD gefertigten Chip auf einen 6-nm-Prozess, der LCD-Vorgänger nutzte einen 7-nm-Fertigungsknoten. Die Rohleistung bleibt dabei weitgehend unverändert. Der Knotenwechsel zielt auf einen geringeren Energiebedarf. In Kombination mit einem auf 50 Wattstunden vergrößerten Akku gibt Valve eine um 30 bis 50 Prozent längere Laufzeit gegenüber dem LCD-Modell an, die Bandbreite reicht je nach Inhalt von 3 bis 12 Stunden. Auch das OLED-Panel selbst trägt zur Effizienz bei, da es keine durchgehende Hintergrundbeleuchtung benötigt. Ergänzt wird das Paket durch Wi-Fi 6E, das laut Hersteller höhere Bandbreite und geringere Latenz bei Downloads und Remote Play liefert.

Maßstab für Windows-Handhelds

Im Markt mobiler PC-Spielgeräte liefert die OLED-Revision einen Bezugspunkt, an dem sich konkurrierende Windows-Handhelds messen lassen müssen. Während Geräte mit AMD Ryzen Z1 auf höhere Spitzenleistung setzen, optimiert Valve die Verbindung aus Display-Qualität, Akkulaufzeit und einem dedizierten, auf SteamOS abgestimmten System. Wie hartnäckig die Konkurrenz auf das OLED-Argument reagiert, zeigt sich etwa an der späteren ROG Xbox Ally X20 mit eigenem OLED-Display. Valve verteidigt den Markt über schrittweise Iteration statt über einen Generationssprung. Ein Steam Deck der zweiten Generation mit deutlich höherer Rechenleistung schloss das Unternehmen für die nahe Zukunft aus und verwies auf die Bedeutung eines stabilen Leistungsziels für Entwickler. Das OLED-Modell ersetzt die bisherigen LCD-Ausführungen mit 512 GB und 1 TB, das Einstiegsmodell mit 256 GB LCD bleibt zu einem reduzierten Preis im Programm.

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