USK-Geschäftsführerin Elisabeth Secker hat im Interview mit GamesWirtschaft zusätzliche Schutzfunktionen neben Alterskennzeichen gefordert. Das Gespräch erschien am 30. September 2019 zum 25-jährigen Bestehen der Prüfstelle.
Secker wandte sich dagegen, sämtliche Internetrisiken durch ein hohes Alterskennzeichen abdecken zu wollen. Monetarisierungsmodelle könnten sich nach Veröffentlichung ändern; auch die Kommunikation in Chats lasse sich bei der Prüfung vor dem Marktstart nicht vollständig bewerten.
Kaufkontrolle und Altersfreigabe erfüllen verschiedene Aufgaben
Sie plädierte für technische Möglichkeiten, Käufe zu kontrollieren, Chats zu begrenzen und Spielzeiten einzustellen. Zusätzliche Hinweise auf Interaktion und Kaufmöglichkeiten sollten Familien bei Entscheidungen helfen. Die Altersfreigabe sei dagegen keine pädagogische Eignungsempfehlung.
Für Entwickler betraf die Diskussion damit nicht nur Spielinhalte, sondern auch Schutzfunktionen ihrer Online-Angebote. Secker wünschte sich außerdem eine engere Verbindung der damaligen gesetzlichen Regelungen für Online- und Offline-Inhalte. Die Aussagen geben ihre Position von 2019 wieder.
Die USK hatte zuvor ihre Informationsangebote für Familien und Unternehmen erneuert, darunter ein Games-Lexikon.

