Foley-Sounddesign übersetzt alltägliche Geräusche in die Audioebene eines Spiels. Ein Beitrag von GamesIndustry.biz beschreibt die Arbeit am Indie-Spiel Unpacking, bei dem das Team tausende Geräusche für das Einräumen von Gegenständen aufgenommen und bearbeitet hat.
Bei Unpacking ist Audio-Director Jeff van Dyck für Musik und Klangkonzept verantwortlich. Seine Frau Angela van Dyck übernahm die Foley-Aufnahmen, unterstützt von ihrer Tochter. Die Produktion berücksichtigt unter anderem, ob ein Gegenstand auf Holz, Fliesen oder einer anderen Oberfläche abgestellt wird.
Viele Varianten für einfache Interaktionen
Die Pixel-Art von Unpacking reduziert die sichtbaren Details, verlangt beim Ton aber eine hohe Genauigkeit. Derselbe Gegenstand kann je nach Untergrund anders klingen. Nach Angaben des Entwicklerteams entstanden rund 14.000 Foley-Dateien. Für die Spieleentwicklung bedeutet das zusätzlichen Produktionsaufwand, der vor allem bei wiederholten Interaktionen für ein konsistentes Feedback sorgt.
Foley-Aufnahmen werden dabei nicht einfach als einzelne Effekte abgelegt. Das Team muss Geräusche schneiden, Varianten anlegen und mit den Animationen sowie den Zuständen des Spiels synchronisieren. Gerade bei ruhigen Spielen trägt diese Detailarbeit wesentlich zur Wahrnehmung der virtuellen Räume bei.