UDOO BOLT: Ryzen-Entwicklerboard steuert vier 4K-Displays

Das UDOO-Projekt hat im Juni 2018 mit dem BOLT ein kompaktes Entwicklerboard auf Basis von AMD Ryzen Embedded vorgestellt. Die offizielle Dokumentation von UDOO nennt Windows und Linux als unterstützte Betriebssysteme und verbindet die PC-Plattform mit einer Arduino-Leonardo-kompatiblen Mikrocontroller-Umgebung.

Im BOLT arbeiten zwei Prozessoren zusammen. Der AMD Ryzen Embedded V1000 übernimmt die Aufgaben eines Desktop- oder Entwicklungsrechners und bringt Radeon-Vega-Grafik mit. Ein Microchip ATmega32U4 stellt die Arduino-kompatiblen Ein- und Ausgänge bereit. Die Verbindung erfolgt intern über eine serielle USB-Verbindung, sodass sich das Board wie ein Rechner mit angeschlossenem Arduino nutzen lässt.

Ryzen Embedded und Arduino auf einer Platine

Die technischen Unterlagen von UDOO führen Varianten mit zwei oder vier CPU-Kernen, bis zu acht Threads und Boost-Taktraten von bis zu 3,6 GHz auf. Je nach Ryzen-Embedded-Version kommt Radeon Vega 3 oder Vega 8 zum Einsatz. Zwei SO-DIMM-Steckplätze nehmen bis zu 32 GB DDR4-Speicher auf.

Für Spieleentwicklung, Hardwareprototypen und technische Testaufbauten ist die Kombination aus x86-64-Rechner und Mikrocontroller interessant. Das UDOO BOLT kann Entwicklungswerkzeuge unter Windows oder Linux ausführen und gleichzeitig Sensoren, Aktoren oder eigene Eingabegeräte über die Arduino-Schnittstelle anbinden. Die offizielle Dokumentation nennt daneben grafische Editoren, Videostreaming und Spiele als mögliche PC-Anwendungen.

Vier unabhängige 4K-Displays

Die integrierte Radeon-Grafik kann laut UDOO vier unabhängige 4K-Displays ansteuern. Dafür stehen zwei HDMI-Anschlüsse und DisplayPort Alternate Mode über USB-C zur Verfügung. Hinzu kommen USB-3.1-Anschlüsse, SATA, M.2-Steckplätze und Gigabit-Ethernet. Damit eignet sich die Platine auch für kompakte Mehrschirm-Arbeitsplätze, Teststände oder interaktive Installationen.

Das Board erweitert damit die Reihe kompakter Plattformen, die sich für Spiele und technische Experimente nutzen lassen. Ein früherer Raspberry-Pi-Aufbau mit OpenCV setzte etwa auf Echtzeit-Bildverarbeitung. Das UDOO BOLT verschiebt den Schwerpunkt auf mehr Rechenleistung, mehrere Bildschirme und direkt integrierte Hardwaresteuerung.

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