Ubisoft hat am 23. März 2018 Forschungsansätze von La Forge für Animation und Spieletests beschrieben. Yves Jacquier, damals Leiter der Production Studios Services in Montréal, erläutert die Verbindung zwischen akademischer KI-Forschung und praktischer Spieleproduktion.
Vier Minuten statt vier Stunden als Einzelbeispiel
Für die Bereinigung eines Motion-Capture-Datenabschnitts nennt Ubisoft rund vier Stunden menschliche Arbeit und etwa vier Minuten für ein ähnliches KI-Ergebnis. Die Veröffentlichung nennt keinen standardisierten Vergleich mit identischen Qualitätskriterien. Daraus lässt sich weder eine allgemeine Produktivitätssteigerung noch ein vollständiger Ersatz der Animationsarbeit ableiten.
Jacquier beschreibt außerdem Unterstützung bei Bewegungsanimationen, Fußplatzierung und Sprachvarianten der Lippenanimation. Als weitere Aufgaben nennt Ubisoft Build-Tests, Fehlererkennung und automatisierte Balance-Tests. Der Beitrag unterscheidet Routinearbeit von der kreativen Entscheidung, was im Spiel funktioniert.
Spielsimulationen als Forschungsumgebung
Ein Beispiel aus Watch Dogs 2 zeigt automatisiertes Fahren in einer virtuellen Stadt. Der beschriebene Ansatz erlaubt die Untersuchung von Szenarien, die in der realen Welt gefährlich oder aufwendig wären. Die Simulation allein belegt jedoch keine sichere Übertragbarkeit auf den Straßenverkehr.
Ubisoft hatte auf der GDC 2018 auch die Koordination einer verteilten Produktion an Ghost Recon Wildlands beschrieben. La Forge behandelt technische Forschungswerkzeuge, nicht die Abschaffung solcher Produktions- und Qualitätsentscheidungen. Der Beitrag dokumentiert den Forschungsstand vom März 2018.

