Ubisoft hat zwei zentrale Führungspositionen seiner neuen Konzernstruktur besetzt. Wie das Unternehmen am 17. März 2026 mitteilte, übernimmt Julien Bares ab dem 23. März die Leitung der Creative Houses 3 und 5, Thomas Andrén wird zum 1. April erster General Manager des sogenannten Creative Network.
Bares blickt auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Spieleentwicklung zurück und begann seine Laufbahn bei Ubisoft selbst als Produzent an Tom Clancy’s Ghost Recon und Tom Clancy’s Splinter Cell. Später leitete er 2K China, zuletzt war er als Head of Development and Portfolio Support bei Tencent Games Global tätig. „Ich bin in die Spielebranche eingestiegen, um Erlebnisse zu schaffen, die bei Spielerinnen und Spielern etwas auslösen“, wird Bares in der Ubisoft-Mitteilung zitiert. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt unter anderem das Berliner Studio Kolibri Games. Das Creative House 3 bündelt Live-Service-Marken wie Brawlhalla, For Honor und Skull and Bones, das Creative House 5 das Casual- und Mobile-Geschäft mit Titeln wie Just Dance.
Andrén bringt mehr als 20 Jahre Führungserfahrung aus Medien, Technologie und Gaming mit und war zuvor Chief Operating Officer bei Red Bee Media, wo er internationale Betriebs- und Transformationsprojekte leitete. Bei Massive Entertainment in Malmö trug er zu Star Wars Outlaws und Avatar: Frontiers of Pandora bei und war an der Roadmap der The-Division-Reihe beteiligt, zudem verantwortete er die Ubisoft-Teams in Bukarest, Craiova und bei RedLynx. Das Creative Network soll studioübergreifend Technologie und Produktionswissen zusammenführen.
Die Personalentscheidungen fallen in eine angespannte Phase. Ubisoft hatte zuvor einen Rekordverlust von rund 1,3 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr bis März 2026 gemeldet und seine Strukturen grundlegend umgebaut.
