Microsoft beschreibt im Oktober 2017 TruePlay als Anti-Cheat-System für UWP-Spiele auf Windows-PCs. Angemeldete Spiele laufen in einem geschützten Prozess. Ein Windows-Dienst sucht ergänzend nach verdächtigen Verhaltensweisen. Das Verfahren soll eine Klasse verbreiteter Angriffe erschweren, nicht sämtliche Cheats verhindern.
Freigabe pro Spiel statt allgemeiner Windows-Schutz
Die Win32-Schnittstellen in gamemonitor.h werden nur für UWP-Desktop-Apps unterstützt. Die eingeschränkten Manifest-Berechtigungen gameMonitor und protectedApp benötigen eine vorherige Freigabe durch Microsoft. Eine Store-Einreichung ohne diese Freigabe wird laut Dokumentation abgelehnt.
Fehlende Zustimmung blockiert nicht automatisch den Spielstart. Entwickler entscheiden, welche Spielbereiche Überwachung verlangen. Daten werden erst mit Erlaubnis geteilt; zusätzlich muss die Auswertung einen wahrscheinlichen Cheat ergeben. Die Zustimmung allein ist damit keine uneingeschränkte Übertragungsfreigabe.
GameMonitor gehört zum SDK-Stand 16299
Die Versionsreferenz der GameMonitor-Klasse nennt Windows 10 Build 16299 als Einführung. Die Klasse fragt die Berechtigung ab und kann einen Zustimmungsdialog öffnen. Microsoft hatte das Fall-Creators-Update-SDK am 10. Oktober 2017 bereitgestellt. SDK-Verfügbarkeit und die Freigabe einer eingeschränkten Fähigkeit für ein konkretes Spiel sind getrennte Voraussetzungen.
Microsoft hatte bereits 2015 die Windows-10-Plattform für PC, Xbox und weitere Geräte vorgestellt. Die gemeinsame Plattform bedeutet jedoch nicht, dass jede PC-Schnittstelle zugleich eine Xbox-Funktion ist. Die TruePlay-Dokumentation beschreibt hier ausdrücklich Windows-PCs.
Archivhinweis: Dieser Beitrag dokumentiert den im Webarchiv am 24. Oktober 2017 gesicherten Stand. Die heute fortgeschriebene API-Seite ist keine aktuelle Empfehlung zur Integration. Das Microsoft-Logo dient als Symbolbild.

