Der chinesische Tech-Riese Tencent stellt seine Investitionen in japanische Entwicklerstudios auf den Prüfstand. Das geht aus einem neuen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Tencent, das durch langjährige Investitionen zum weltweit größten Videospielunternehmen aufgestiegen ist und Beteiligungen an über 800 Entwicklungsstudios (darunter Epic Games, Larian und Ubisoft) hält, plant offenbar einen Rückzug aus bestimmten Beteiligungen.
Minderheitsbeteiligungen im Fokus
Besonders betroffen von dieser Überprüfung sind japanische Studios. Explizit genannt wird der Entwickler Marvelous, der unter anderem für Monster Hunter Stories bekannt ist. Tencent prüft derzeit eine Reihe von Minderheitsbeteiligungen und ist dem Bericht zufolge bereit, Anteile abzugeben, selbst wenn dies mit finanziellen Verlusten verbunden ist. Ein kompletter Rückzug aus dem japanischen Markt ist jedoch nicht geplant: Wichtige Beteiligungen an renommierten Studios wie FromSoftware (Elden Ring) und PlatinumGames stehen ausdrücklich nicht zur Disposition.
Aktivere Rolle statt reiner Geldgeber
Laut dem Bericht strebt Tencent in Zukunft eine aktivere Rolle bei seinen Beteiligungen an. Anstatt nur als stiller Geldgeber im Hintergrund zu agieren, möchte das Unternehmen die Zusammenarbeit intensivieren. In einer offiziellen Stellungnahme betonte Tencent, dass Videospiele ein zentraler Bestandteil des Geschäfts bleiben und man weiterhin fest entschlossen sei, die starke Präsenz auf dem japanischen Markt langfristig aufrechtzuerhalten.

