Google und das MIT Media Lab stellten am 17. Mai 2016 Scratch Blocks als offene Entwickler-Vorschau vor. Die grafischen Programmierbausteine sollen neue Anwendungen für Kinder und Jugendliche erleichtern und funktionieren sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Anordnung.
Offene Bausteine für kleine Bildschirme
Scratch Blocks basiert auf Googles Blockly und verbindet diese technische Grundlage mit dem Interface-Konzept von Scratch. Die neue horizontale Grammatik ist für kleine Bildschirme gedacht. Eine Vorschau lief bereits auf Android und steuerte ein LEGO WeDo 2.0 über Bluetooth. Eine native iOS-Version sollte später folgen.
Google veröffentlichte die Bibliothek als Open Source. Blockly erhielt parallel eine native Android-Version, während die Webausgabe bei der Darstellung auf mobilen Geräten schneller werden sollte. Die vertikale, textnähere Anordnung der bekannten Scratch-Oberfläche blieb ebenfalls Teil der weiteren Entwicklung.
Scratch wird genutzt, um interaktive Geschichten, Animationen und Spiele zu erstellen. Google nannte für 2016 mehr als 11 Millionen junge Nutzer und über 14 Millionen veröffentlichte Projekte. Für technische Teams lag der interessante Punkt in der offenen Bibliothek, die eigene Lern- und Kreativanwendungen mit visueller Logik ermöglichen sollte. Einen stärker auf klassische Entwicklungsgrundlagen ausgerichteten Blick bietet der ältere Beitrag zu GameDev.net.

