S.T.A.L.K.E.R. 2 erreicht eine Million verkaufte Einheiten in zwei Tagen

Das ukrainische Studio GSC Game World meldete am 22. November 2024, dass sich S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl in nur zwei Tagen eine Million Mal verkauft hat. Erschienen war der Titel am 20. November 2024 für PC und Xbox Series X|S. Die Million zählt ausschließlich bezahlte Verkäufe über beide Plattformen. Wer das Spiel über den Game Pass gestartet hat, ist in dieser Zahl bewusst nicht enthalten.

Die Zahl der tatsächlich aktiven Spieler lag laut Studio deutlich darüber. Grund dafür ist der Game Pass, in den S.T.A.L.K.E.R. 2 zum Start aufgenommen wurde und damit für Abonnenten auf PC und Konsole ohne Einzelkauf verfügbar war. Wie viele Nutzer aus dem Abonnement kamen, sagte GSC Game World nicht. Sicher ist nur, dass der Game Pass die installierte Basis über die gemeldete Million hinaus vergrößert hat.

Eine Million offiziell, 1,4 Millionen auf Steam geschätzt

Die offizielle Million von GSC Game World bezieht sich auf den Stand vom 22. November 2024. Wenige Tage später taxierte der Analysedienst VG Insights die Verkäufe allein auf Steam auf rund 1,4 Millionen Einheiten und schätzte den Bruttoumsatz auf etwa 66,7 Millionen US-Dollar. Solche Schätzungen Dritter stützen sich auf öffentlich verfügbare Plattformdaten und decken sich nicht zwangsläufig mit den Studioangaben. Sie geben aber eine Größenordnung für die Verkäufe der ersten Tage.

Am ersten Wochenende erreichte der Titel auf Steam einen Spitzenwert von rund 121.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Bis dahin lag eine Entwicklung von über einem Jahrzehnt hinter dem Spiel: die Insolvenz des ursprünglichen Studios, mehrere Verschiebungen und der Krieg in der Ukraine, der GSC Game World zwang, Teile des Teams nach Prag zu verlagern. Nach all dem bringt der Verkaufsstart dem Studio finanziell wieder festeren Boden. Mehr zur Arbeit am Setting des Spiels findet sich in der postapokalyptischen Unreal-Engine-5-Szene von Oleksandr Ohiievych.

Was die Tag-eins-Aufnahme in den Game Pass bedeutet

Mit dem Start im Game Pass folgt der Titel dem Modell, das Microsoft für einen Teil der Spiele von Drittentwicklern nutzt. Für das Studio heisst das: eine vorab vereinbarte Vergütung statt eines Teils der direkten Einzelverkäufe im Abonnentenkreis. GSC Game World betonte zwar die zusätzliche Reichweite über das Abonnement, legte die finanzielle Aufteilung aber nicht offen.

Zum Start kündigte das Studio über seine Steam-Seite zudem einen ersten Patch für PC und Xbox an, der technische Fehler des Launches beheben sollte. Hohe Verkäufe, breite Reichweite über das Abonnement und ein schnelles Update setzen den Rahmen für die weitere Pflege des Spiels nach dem Release. Die offiziellen Angaben zur verkauften Million stehen in der Mitteilung des Studios.

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