RethinkDB: Unternehmen schließt, Entwickler wechseln zu Stripe

Das Unternehmen hinter RethinkDB stellt nach mehr als sieben Jahren seinen Geschäftsbetrieb ein. Gründer Slava Akhmechet erklärt am 5. Oktober 2016, dass es trotz der technischen Entwicklung nicht gelungen sei, ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen aufzubauen. Die Mitglieder des Engineering-Teams sollen zu Stripe wechseln.

RethinkDB und Horizon bleiben verfügbar

Die Schließung des Unternehmens bedeutet nach der Ankündigung nicht das Ende des verfügbaren Quellcodes. RethinkDB und Horizon sollen weiterhin unter Open-Source-Lizenzen bereitstehen. Gemeinsam mit Mitgliedern der Community arbeitet das Unternehmen an einem Plan für die Fortführung. Die Einzelheiten sind zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht geklärt.

Akhmechet rechnet zunächst mit einer langsameren Entwicklung. Bis zum Wechsel zu Stripe soll das bisherige Team den Übergang zu einem unabhängigen Open-Source-Projekt unterstützen. Interessierte Mitwirkende verweist er auf den öffentlichen Slack-Kanal #open-rethinkdb. Die Mitteilung kündigt einen Personalwechsel an, keine Übernahme der Datenbank durch Stripe.

Offener Code ist noch keine gesicherte Wartung

Für Teams, die ihre Anwendungen auf solche Infrastruktur aufbauen, sind Verfügbarkeit des Codes und dauerhaft organisierte Pflege zwei unterschiedliche Fragen. Aus der offenen Lizenz allein lässt sich weder ein künftiger Supportumfang noch ein verlässlicher Releaseplan ableiten. Gerade diese organisatorischen Punkte bleiben bei RethinkDB zunächst offen.

Anders verläuft der Übergang bei Prelert, das Elastic im September übernommen hat: Dort soll die Technologie in den Elastic Stack integriert werden. Bei RethinkDB wird dagegen die Fortführung als unabhängiges Projekt vorbereitet. Die beiden Vorgänge unterscheiden sich damit sowohl beim Umgang mit der Technik als auch bei der künftigen Verantwortung für das Produkt.

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