Das 2017 gegründete Start-up retest hat zwei Werkzeuge für automatisierte GUI-Tests vorgestellt. Der Bericht von Heise Developer beschreibt das Difference-Testing-Paradigma als Ansatz gegen fragile und unvollständige Testfälle.
recheck besteht aus einer Open-Source-API und einem Command Line Interface. Das Werkzeug vergleicht die sichtbaren Ergebnisse einer Anwendung und soll Webseiten prüfen, ohne jede einzelne Spezifikation manuell zu hinterlegen. Änderungen werden dadurch als Differenzen zwischen erwarteter und aktueller Darstellung behandelt.
Ein-Klick-Pflege für Testfälle
Die kommerzielle GUI-Anwendung review ergänzt recheck um eine visuelle Oberfläche. Entwickler und Testende können Änderungen in einem Testfall akzeptieren oder verwerfen. Der Ein-Klick-Mechanismus soll die Pflege verkürzen und die Lernkurve gegenüber einer rein codebasierten Konfiguration senken.
retest positionierte review als Offline-Anwendung. Das unterscheidet das Werkzeug von vielen Angeboten, die als Software as a Service betrieben werden. Für Spieleentwicklung und Qualitätssicherung ist der Ansatz vor allem dort interessant, wo sich Benutzeroberflächen häufig ändern und klassische GUI-Tests viele Fehlalarme erzeugen.

