Die Raspberry Pi Foundation hat am 2. Februar 2015 den Raspberry Pi 2 vorgestellt. Das Einplatinenboard kostet weiterhin 35 US-Dollar und bringt einen 900 MHz schnellen Quad-Core-Prozessor auf Basis der ARM-Cortex-A7-Architektur sowie 1 GB LPDDR2-Arbeitsspeicher mit. Damit steigt die Rechenleistung gegenüber dem Raspberry Pi Model B+ deutlich.
Die Plattform bleibt zu den Softwareprojekten des ersten Raspberry Pi kompatibel. Als unterstützte Einsatzfelder nennt die Stiftung unter anderem Linux-Distributionen, Scratch, WebKit, LibreOffice, Kodi und Werkzeuge für die Python-Entwicklung. Auch Windows 10 soll auf dem ARMv7-System laufen. Der ältere Raspberry Pi bleibt damit als Basis erhalten, während Entwickler und Bastler mehr Reserven für interaktive Anwendungen bekommen.
Quad-Core-SoC und mehr Arbeitsspeicher
Technisch wechselt der Raspberry Pi 2 vom BCM2835 mit ARM11-Kern zum BCM2836. Die vier Cortex-A7-Kerne arbeiten mit 900 MHz, der Arbeitsspeicher wächst auf 1 GB. Für Spiele, Mediencenter und kleine Entwicklungsumgebungen ist vor allem die Kombination aus höherer CPU-Leistung und unverändertem Preis relevant. Das Board kann mit den vorhandenen Zubehörteilen und vielen bestehenden Projekten des Vorgängers weiterverwendet werden.
Die offizielle Produktmeldung verweist außerdem auf die Arbeit an Bibliotheken und Anwendungen wie libav, Pixman und PyPy. Der Raspberry Pi 2 bleibt damit ein günstiger Rechner für Prototypen, Automatisierung und technische Spielprojekte. Der Verkaufsstart erfolgt unmittelbar zum genannten Preis.
