Grafikkarten mit der Bezeichnung Radeon RX 560 unterscheiden sich nicht nur beim Speicher und Takt, sondern auch bei der Zahl ihrer Shader. Martin Fischer dokumentierte bei heise online am 4. Dezember 2017 RX-560-Varianten mit 896 und 1.024 Shader-Rechenkernen. Die ursprüngliche Recherche verglich AMDs Spezifikationen mit archivierten Fassungen und Angeboten der Boardpartner.
Fischer zufolge führte AMD im Juli noch 16 Compute Units mit insgesamt 1.024 Shadern auf. Im Dezember enthielt die Spezifikation zusätzlich eine Variante mit 896 Shadern. Als konkretes Beispiel nennt der Bericht Sapphire-Karten mit unterschiedlichen Produktnummern unter derselben Modellbezeichnung. Der Name RX 560 allein bezeichnet damit keine eindeutige GPU-Konfiguration.
Weniger Shader sind keine gemessene Bildraten-Differenz
896 statt 1.024 bedeutet rechnerisch 128 Shader beziehungsweise 12,5 Prozent weniger Recheneinheiten. Daraus folgt nicht automatisch eine um 12,5 Prozent niedrigere Bildrate. Takt, Speicher, Spiel und Arbeitslast beeinflussen das Ergebnis ebenfalls. Der Beitrag enthält keinen eigenen Benchmark der beiden Varianten.
Quellenprüfung vom 4. Oktober 2026: Die heute abrufbaren technischen Daten auf AMDs RX-560-Supportseite führen beide Ausführungen mit 14 oder 16 Compute Units und 896 oder 1.024 Stream-Prozessoren. Das bestätigt die beiden Konfigurationen, nicht den Zeitpunkt der damaligen Änderung. Aktuelle Treiberangaben auf derselben Seite werden deshalb nicht auf 2017 zurückdatiert.
Die Karte gehört zur im April 2017 angekündigten Radeon-RX-500-Familie mit Polaris-Grafikchips. Für die Qualitätssicherung ergibt sich eine praktische Folgerung: Ein Testprotokoll sollte neben dem Familiennamen die konkrete Karte und ihre Konfiguration erfassen. Sonst können Ergebnisse unterschiedlicher Hardware fälschlich als direkt vergleichbar erscheinen.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Spezifikationsdiskussion von Dezember 2017. Das AMD-Logo dient als Symbolbild und zeigt keine der beiden RX-560-Varianten.

