Embarcadero hat am 23. November 2018 RAD Studio 10.3 Rio veröffentlicht. Die Entwicklungsumgebung bündelt Delphi und C++Builder und richtet sich an Teams, die native Anwendungen für Windows, macOS, iOS, Android und Linux entwickeln.
Die offizielle Übersicht zu RAD Studio 10.3 Rio nennt für C++ unter anderem C++17-Unterstützung für Win32, eine verbesserte Codevervollständigung und Debugging für optimierte Builds. Delphi erhält Inline-Variablendeklarationen und Typinferenz. Für Oberflächen und Windows-Anwendungen kommen Verbesserungen an High-DPI-Darstellung, Per-Monitor-V2-Unterstützung und Windows-10-APIs hinzu.
Codevervollständigung und plattformübergreifende Projekte
Die Überarbeitung der Entwicklungsumgebung betrifft damit sowohl den Editor als auch den späteren Build. Die C++-Codevervollständigung arbeitet asynchron und soll Parameter, Tooltips sowie den Sprung zu Definitionen unterstützen. Das ist für Projekte mit umfangreichen Quelltexten und mehreren Zielplattformen relevant, weil Navigation und Fehlersuche direkt in der IDE stattfinden.
Für die plattformübergreifende Entwicklung führt Embarcadero die FireMonkey-Bibliothek, native Android-Steuerelemente und aktualisierte mobile Plattformunterstützung weiter. Die offiziellen Release Notes dokumentieren die Änderungen und bekannten Korrekturen der Rio-Version. RAD Server ergänzt die IDE um Werkzeuge für REST-Dienste, Bereitstellung und Protokollierung.
RAD Studio 10.3 Rio bleibt damit ein allgemeines Entwicklungswerkzeug, dessen Schwerpunkt auf nativen Anwendungen und Diensten liegt. Ein älterer Beitrag zu Visual Studio Code behandelte bereits die Rolle von Editorfunktionen und Codevervollständigung im Entwicklungsalltag.

