Qt 3D Studio: Pre-Release bringt das Designwerkzeug auf Mac und Linux

Die Qt Company hat am 13. Oktober 2017 eine Vorabversion von Qt 3D Studio bereitgestellt. Das aus NVIDIA DRIVE Design Studio hervorgegangene Werkzeug für interaktive 3D-Oberflächen wurde für weitere Plattformen vorbereitet. Die Meldung zur Vorabversion beschreibt die Portierung von Windows-Abhängigkeiten auf die plattformübergreifende Qt-Klassenbibliothek.

NVIDIA hatte im Februar rund hunderttausend Codezeilen aus dem Projekt DRIVE Design Studio in die Qt Company eingebracht. Das Team entfernte danach die bisherige Bindung an Windows und ersetzte Bibliotheken von Drittanbietern durch passende Qt-Funktionen. Der ältere Bericht zur Entstehung von Qt 3D Studio dokumentiert die Grundlage dieser Arbeiten.

Qt Quick verbindet 3D-Szenen mit Anwendungen

Szenen aus Qt 3D Studio lassen sich in Qt-Quick-Anwendungen verwenden. Entwickler können umgekehrt Qt-Quick-Ansichten als Texturen für 3D-Elemente einsetzen. Damit lassen sich auch klassische Oberflächenbestandteile wie Kalender in eine dreidimensionale Darstellung integrieren. Vorgefertigte Materialien und Effekte sowie der Import von Assets aus Photoshop, Autodesk Maya und Modo gehören ebenfalls zum Werkzeug. Ein Timeline-Editor dient zur Bearbeitung einzelner Keyframes.

Die Vorabversion bildete die Grundlage für das geplante Release 1.0 im November 2017. Der Editor war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weiterhin nur für Windows verfügbar, während die Portierung auf macOS und Linux vorbereitet wurde. Kompilierte Snapshots ließen sich über das Qt-Online-Installationswerkzeug beziehen. Für Version 2.0 war eine überarbeitete Runtime vorgesehen, die besser mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Hardwarekonfigurationen arbeiten sollte.

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