Sony hat im September 2016 bestätigt, dass die PS4 Pro keine UHD-Blu-ray-Filmdiscs abspielen kann. Das interne Laufwerk unterstützt die Blu-ray-Spezifikation der bisherigen PS4. Die leistungsfähigere Konsole ist deshalb kein Ersatz für einen UHD-Blu-ray-Player, aber auch keine rein digitale Spielekonsole.
Für Filme in 4K nennt Sony stattdessen Streaming: Entsprechende Apps von Netflix und YouTube waren damals in Entwicklung. DVDs und normale Blu-rays sollten hochskaliert werden können. Hochskalierung erhöht die Ausgabeauflösung, erzeugt jedoch keine zusätzlichen Bilddetails einer echten UHD-Filmquelle.
Mehr Grafikleistung, dieselbe Spieleplattform
Sony kündigt keine exklusiven PS4-Pro-Spiele an. Bereits vorhandene PS4-Titel sollen kompatibel bleiben. Studios können die zusätzliche Leistung über Updates nutzen. Welche Verbesserungen ein Spiel erhält, hängt von dessen Umsetzung ab, nicht allein von der 4K-Ausgabe der Konsole.
Im offiziellen japanischen Interview vom 12. September erklärt Hardwareverantwortlicher Masayasu Ito die leistungsfähigere Zwischenversion: Über einen langen Konsolenzyklus steige die PC-Leistung, wodurch anspruchsvolle Nutzer zur PC-Plattform wechseln könnten. Sony wolle sie mit der Pro innerhalb der PS4-Familie halten. Ito datiert den Entwicklungsbeginn auf 2014 und nennt die damalige Verbreitung von 4K-Fernsehern als Anlass.
PlayStation VR bleibt laut Ito auch mit der Basis-PS4 nutzbar. Die Pro kann die Darstellung unterstützter VR-Spiele verbessern, ist aber keine Voraussetzung für das Headset. Sony hatte bei PlayStation VR bereits die Passform und Entlastung der Spieleentwickler durch die externe Prozessoreinheit beschrieben.
Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt Sonys Angaben vor dem Marktstart 2016. Für die FAQ wurde zusätzlich eine zeitnahe Archivfassung geprüft, nicht deren später ergänzter Funktionsumfang.

