Nach der Bekanntgabe der finalen Spezifikationen von Project Scorpio durch DigitalFoundry rückt die Leistungsfähigkeit der neuen Xbox-Konsole verstärkt in den Fokus. Turn 10 Studios, Entwickler der Forza-Motorsport-Reihe, hatte frühzeitig Zugriff auf die Hardware und optimierte die hauseigene ForzaTech-Engine für das Gerät, das später als Xbox One X in den Handel kommen sollte. Digital Foundry dokumentierte den Test.
ForzaTech übertrifft PC-Ultra-Einstellungen
Chris Tector, Software Architect bei Turn 10, schilderte die Testergebnisse: Die Engine wurde über die Ultra-Einstellungen der PC-Version hinaus skaliert. Sämtliche GPU-bezogenen Parameter wurden ausgereizt, dennoch erreichte die Auslastung der Scorpio-GPU lediglich 88 Prozent. Dieser Wert deutet darauf hin, dass die Sechs-Teraflop-GPU der Konsole auch unter maximaler grafischer Last noch Reserven bot.
Entwicklungsspielraum für Forza Motorsport 7
Turn 10 konzentrierte sich zum Zeitpunkt der Tests vollständig auf die Fertigstellung von Forza Motorsport 7. Die verbleibenden 12 Prozent GPU-Headroom eröffnen dem Studio die Möglichkeit, die Engine weiter zu optimieren und die Hardware der Konsole noch effizienter auszunutzen. Für Spieler bedeutet dies, dass Forza Motorsport 7 auf Project Scorpio von weiteren Performance-Verbesserungen profitieren könnte, bevor der Titel im Oktober 2017 erscheint.
Technischer Kontext der Specs-Offenlegung
Die Specs von Project Scorpio waren am 6. April 2017 durch DigitalFoundry veröffentlicht worden. Neben der Custom-GPU mit sechs Teraflops Rechenleistung umfasst die Hardware zwölf Gigabyte GDDR5-Speicher, eine 2,3-GHz-CPU mit acht Custom-Kernen und eine 4K-UHD-Blu-ray-Laufwerk. Phil Spencer zeigte sich via Twitter erfreut über die Resonanz der Community auf die Enthüllung.