Microsoft hat am 6. Dezember 2017 den ersten Implementierungs-Commit von ProcDump für Linux eingestellt. Die Linux-Neuimplementierung des Sysinternals-Werkzeugs erzeugt Core Dumps anhand von Leistungswerten. Der Quelltext steht unter der MIT-Lizenz.
Die Dokumentation dieses Code-Stands nennt obere und untere CPU- sowie Speicher-Schwellen als Auslöser. Über Prozess-ID, Anzahl der Dumps und Zeitabstände lässt sich die Erfassung begrenzen. Auch ein unmittelbarer Dump ist vorgesehen. Eine automatische Analyse des gespeicherten Zustands ist damit nicht zugesichert.
Linux-Version noch ohne vollständige Windows-Funktionspalette
Microsoft nennt Ubuntu ab 14.04, Linux-Kernel ab 3.5 und gdb ab 7.7.1 als damalige Voraussetzungen. Getestet war das Werkzeug laut README nur unter Ubuntu. Die Windows-Funktionen „stay alive“ und benutzerdefinierte Performance-Counter fehlten; eine pauschale Unterstützung sämtlicher Distributionen wird nicht behauptet.
Für Spiele-Backend-Teams können solche Dumps die Untersuchung auffälliger Serverprozesse unterstützen. Das ist ein möglicher Einsatz, keine spezielle Spielefunktion. Bereits 2016 hatte Microsoft die Dateisystemschicht des Windows Subsystem for Linux erläutert. ProcDump ist dagegen ein Diagnosewerkzeug für Linux-Prozesse, keine Erweiterung dieser Dateisystemschicht.
Archivhinweis: Beschrieben wird der Code-Stand vom Dezember 2017, keine heutige Installationsempfehlung. Das Titelbild ist ein Standbild aus der offiziellen Terminalanimation desselben Repository-Stands.

