Microsoft hat PowerShell 6.0.0-alpha.10 veröffentlicht. Die offiziellen Release Notes vom 16. September 2016 nennen Fehlerkorrekturen und zusätzliche Dockerfiles für Linux-Builds. Es handelt sich um einen Alpha-Stand, nicht um eine stabile Freigabe der plattformübergreifenden Shell.
Zu den Änderungen gehören die Übergabe maskierter Anführungszeichen und Leerzeichen an native Programme sowie mehrzeilige Eingaben über umgeleitete Standardeingabe. Ebenfalls korrigiert wurden der Versionsvergleich in Install-Module und ein Fehler bei der Großschreibung des PowerShell-Konfigurationspfads. Die Korrektur des Remote-Debuggings bezieht sich ausdrücklich auf den Windows-Client.
Installationspakete und Skriptkompatibilität getrennt prüfen
Die Release-Seite führt Pakete für Ubuntu 14.04 und 16.04, CentOS 7, macOS und Windows auf. Die Projektdokumentation dieser Version beschreibt die Shell, ihre Skriptsprache und die Verarbeitung strukturierter Daten wie JSON, CSV und XML. Vorhandene Installationspakete sind aber kein Nachweis, dass jedes Windows-Skript unverändert auf Linux funktioniert.
Für Build- und Testautomatisierung ist insbesondere die Prozessgrenze relevant: Argumentübergabe und Standardeingabe verbinden ein Skript mit externen Werkzeugen. Ein Compileraufruf kann dadurch andere Anforderungen haben als ein Cmdlet innerhalb derselben Shell. Die Release Notes benennen Korrekturen, liefern jedoch keinen Kompatibilitätstest für eine konkrete Studio-Pipeline.
Bereits im August hatte Microsoft PowerShell als Open-Source-Projekt für weitere Betriebssysteme geöffnet. Alpha 10 ist eine nachfolgende Aktualisierung dieser Entwicklung. Für die Bewertung eines historischen Tests sind Versionsnummer, Betriebssystem und beteiligte externe Programme festzuhalten.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Alpha-Stand vom September 2016. Die historischen Installationspakete sind keine Empfehlung für den heutigen produktiven Einsatz. Das Symbol stammt aus dem damaligen offiziellen Repository.
