PlayStation VR konnte im Oktober 2016 das HDMI-Bild einer Xbox One auf einer virtuellen Leinwand anzeigen. Das bestätigte Golem in einem eigenen Versuch vom 14. Oktober. Die Nutzung beschränkte sich auf den Kinomodus. Sie machte aus den Xbox-Spielen keine VR-Anwendungen.
Die PS4 blieb für die USB-Verbindung eingeschaltet
Im dokumentierten Aufbau blieb das USB-Kabel der Prozessoreinheit mit einer eingeschalteten PS4 verbunden. Das normalerweise zur PS4 führende HDMI-Kabel wurde stattdessen an die Xbox One angeschlossen. Die Xbox One allein genügte für diesen getesteten Aufbau also nicht.
Golem beschrieb auch Kopfbewegungen: Damit ließ sich zur Seite der virtuellen Leinwand blicken. Die Perspektive innerhalb des Xbox-Spiels wurde dadurch nicht zu einer stereoskopischen VR-Szene. Der Fernseher zeigte weiterhin das normale Konsolenbild. Eine Aussage, das Headset erfasse überhaupt keine Kopfbewegungen, wäre deshalb ebenfalls falsch.
Sony beschreibt den Kinomodus als 2D-Anzeige
Sonys offizielle FAQ vom 3. Oktober 2016 beschreibt den Kinomodus als virtuelle Leinwand für gewöhnliche PS4-Spiele und Medien. Für die erstmalige Einrichtung nennt Sony die PlayStation Camera, danach sei sie für den Kinomodus nicht mehr nötig. Die Prozessoreinheit übernimmt unter anderem die Anzeige im Kinomodus und die HDMI-Verteilung.
Die FAQ beschreibt ein System für die PS4, keine offizielle Xbox-Anbindung. Der Versuch mit einem anderen HDMI-Zuspieler belegt eine Bildausgabe, aber weder die Unterstützung von Xbox-VR-Spielen noch eine Freigabe sämtlicher HDMI-Geräte durch Sony. Er ist auch kein Nachweis für die Qualität oder Latenz jedes möglichen Aufbaus.
Sony hatte bereits im Frühjahr die Aufgaben der externen Prozessoreinheit und die Entwicklung der Headset-Ergonomie erläutert. Die Nutzung als Bildschirm ist von einer Integration in die Spielsoftware zu unterscheiden: Das Weiterreichen eines fertigen Bildes ersetzt keine eigene VR-Kameraführung und kein stereoskopisches Rendering des Spiels.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Versuch mit der ersten PlayStation-VR-Generation vom Oktober 2016. Das offizielle Produktmotiv zeigt das Sony-Headset, nicht den getesteten Xbox-Aufbau. Der Bericht ist keine Kompatibilitätszusage für neuere Headsets oder heutige Softwarestände.

