Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat am 29. Mai 2019 eine Klage gegen Sony Interactive Entertainment Network Europe wegen mutmaßlich irreführender Erstattungsangaben bekanntgegeben. Das Verfahren betrifft australische Kunden des PlayStation Store und auch die Muttergesellschaft Sony Interactive Entertainment Europe.
Die ACCC wirft Sony vor, seit etwa September 2017 Erstattungen für fehlerhafte Spiele nach einem Download oder nach 14 Tagen abgelehnt zu haben. Weitere Vorwürfe betreffen eine verlangte Zustimmung des Spieleentwicklers und Erstattungen als virtuelles PlayStation-Guthaben statt Geld.
Vorwürfe betreffen gesetzliche Rechte bei Mängeln
Nach Auffassung der ACCC dürfen gesetzliche Ansprüche bei fehlerhaften Produkten nicht mit solchen pauschalen Grenzen ausgeschlossen werden. Die Behörde beantragt unter anderem Geldstrafen und Unterlassungsanordnungen. Die Mitteilung beschreibt Vorwürfe und beantragte Maßnahmen, kein Urteil gegen Sony.
Die ACCC war zuvor bereits gegen Valve wegen irreführender Angaben zu Steam-Verbraucherrechten vorgegangen. Das Sony-Verfahren betrifft australisches Verbraucherrecht, keine allgemeine Rückgaberegel für beliebige Spiele oder deutsche Kunden.

