Start Entwicklung PIX 2008.26: Neu geschriebene Capture-Layer beschleunigt GPU-Captures um Faktor 3 bis 57

PIX 2008.26: Neu geschriebene Capture-Layer beschleunigt GPU-Captures um Faktor 3 bis 57

0
PIX 2008.26: Neu geschriebene Capture-Layer beschleunigt GPU-Captures um Faktor 3 bis 57

Das PIX-Team von Microsoft hat am 27. August 2020 die Version 2008.26 des Grafik-Profilers PIX on Windows veröffentlicht und bezeichnet sie als das größte Update für GPU-Captures seit 2017. Kern der Ausgabe ist eine komplett neu geschriebene Capture-Layer. Statt wie bisher die D3D12-API-Aufrufe einer Anwendung mitzuschneiden, erfasst PIX nun direkt die anfallende GPU-Arbeit. Aus dieser geänderten Architektur ergeben sich laut Microsoft Verbesserungen der Framerate während des Capture-Vorgangs zwischen dem Drei- und dem 57-Fachen, hinzu kommt eine deutlich schnellere Wiedergabe der aufgezeichneten Captures.

Was die neue Aufzeichnungsschicht erfasst

Mit dem Wechsel der Aufzeichnungsmethode erweitert PIX 2008.26 die unterstützten Szenarien spürbar. Anwendungen für HoloLens 2, die unter früheren Builds in einen Deadlock liefen, lassen sich nun erfassen. Hinzu kommt die Unterstützung für hybride Geräte sowie für Anwendungen, die die D3D12-Video-APIs nutzen. D3D11-Anwendungen sind über D3D11on12 abgedeckt. Auf Ressourcenebene erfasst PIX jetzt platzierte und gekachelte Ressourcen (placed und tiled resources) korrekt. Device Removed Extended Data (DRED) ist unter GPU Capture vollständig nutzbar. Auch Raytracing-Beschleunigungsstrukturen, die in einem Capture erzeugt und in einem späteren verwendet werden, gibt PIX nun korrekt wieder. Damit reiht sich das Werkzeug in die Liste der Profiler ein, von denen Entwickler beim Umstieg ihrer Engines auf DirectX 12 profitieren.

Geänderter Workflow und Bruch der Kompatibilität

Auf Seiten der Bedienung gleicht sich PIX on Windows dem Verhalten der Xbox-Variante an. Jede .wpix-Datei enthält ab dieser Version genau ein GPU Capture. Aufzeichnungen lassen sich analysieren, ohne die untersuchte Anwendung zu schließen, die Bundle-Unterstützung wurde verbessert und Änderungen an CPU-Ressourcen werden in der Resource History sichtbar. Der Umbau zieht zwei harte Voraussetzungen nach sich. PIX 2008.26 setzt mindestens Windows 10 Version 1809 (RS5) voraus, ältere Builds bleiben für frühere Windows-Versionen verfügbar. Zudem sind die Capture-Formate nicht abwärtskompatibel: Captures älterer PIX-Versionen öffnen sich nicht in 2008.26 und umgekehrt, weshalb eine einheitliche Versionsbasis im Team nötig ist. Wer sein Tooling für die GPU-Analyse breiter aufstellen will, findet bei den offenen Software-Tools von AMD ergänzende Optionen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein