Microsoft hat das Profiling- und Debugging-Werkzeug PIX on Windows in der Version 2007.29 am 30. Juli 2020 veröffentlicht. Die Ausgabe bringt zwei Neuerungen, die für Entwickler im täglichen Einsatz spürbar sind: ein optionales dunkles Farbschema und ein geändertes Dateiformat für Timing-Captures. Letzteres ist ein Bruch mit den Vorgängerversionen, denn ältere Aufzeichnungen lassen sich in der neuen Version nicht mehr öffnen.
Dunkles Farbschema in den Einstellungen
Das dunkle Theme zählte zu den länger nachgefragten Wünschen aus der Entwicklergemeinde. Aktivieren lässt es sich über den Reiter Theme im Einstellungsmenü. Die gewählte Voreinstellung bleibt über Sitzungen hinweg erhalten, sodass die Auswahl nicht bei jedem Start erneut getroffen werden muss. Microsoft weist allerdings darauf hin, dass die Umsetzung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vollständig war. Der Mesh-Viewer sowie einzelne Meldungsdialoge greifen das dunkle Schema noch nicht durchgängig auf.
Geändertes Format für Timing-Captures
Mit der neuen Version wurde das Dateiformat für Timing-Captures überarbeitet. Aufzeichnungen, die mit früheren PIX-Versionen erstellt wurden, lassen sich in 2007.29 nicht mehr öffnen. Beim Versuch, eine ältere Aufzeichnung zu laden, gibt das Werkzeug eine entsprechende Meldung aus und zeigt im Ausgabefenster die PIX-Version an, mit der die Datei ursprünglich angelegt wurde. Die Timing-Captures tragen weiterhin die Endung .wpix. PIX gehört zum festen Werkzeugkasten neben dem Microsoft Game Development Kit, das die Entwicklung für PC und Xbox unter einem Dach bündelt.
Wer auf bestehende Aufzeichnungen angewiesen ist, kann eine frühere PIX-Version parallel installieren. Microsoft hält die Installer vorheriger Ausgaben auf der Download-Seite vor. Beim Einrichten einer älteren Version ist das Häkchen bei der Option zum Ersetzen bereits installierter Versionen zu entfernen, damit beide Stände nebeneinander bestehen bleiben. Über die Versionsnummern im Format 2006.26 lässt sich der passende Installer auffinden. Welchen Stellenwert solche Profiling-Werkzeuge bei Microsoft selbst haben, zeigte sich später auch auf der GDC, auf der Xbox sein Entwicklerangebot in den Mittelpunkt stellte.