Phil Spencer, damals Leiter von Xbox, erklärte am 16. Oktober 2017 in einem Interview mit GameSpot auf der Brazil Game Show, dass Microsoft regelmäßig mit Sony über Crossplay spreche. Ein Ergebnis gebe es bislang nicht. Spencer wollte außerdem nicht für Sony beurteilen, ob das Unternehmen seine Haltung ändern werde.
Microsoft hatte andere Plattformanbieter bereits 2016 eingeladen, ihre Online-Netzwerke mit Xbox Live zu verbinden. Für Minecraft waren Xbox One, Windows 10, mobile Geräte und später Nintendo Switch als gemeinsame Bedrock-Plattform vorgesehen. Der Bericht zur Better-Together-Ankündigung hielt im September fest, dass eine Freigabe für PlayStation 4 noch ausstand.
Sony bleibt beim Crossplay vorsichtig
Spencer verwies im Gespräch auf die unterschiedliche Bewertung des Themas. Microsoft und Nintendo hätten ihre Zusammenarbeit für Minecraft vorangebracht, während Sony die Verbindung zu einem fremden Netzwerk weiterhin zurückhaltend beurteile. Als Grund war zuvor der Schutz der Nutzer genannt worden. Spencer sagte, dass die Gespräche mit Sony zwar fortgesetzt würden, die Interessenlage des Unternehmens eine Änderung aber erschwere.
Für Xbox verband Spencer Crossplay mit einer breiteren Plattformstrategie. Erfolg sollte sich nicht allein an der Zahl verkaufter Konsolen messen, sondern auch an der Zahl der Menschen, die eine Beziehung zu Xbox aufbauen. Der PC galt ihm dabei als Beispiel für eine offene Plattform, auf der Spieler unabhängig vom Kaufort gemeinsam spielen können. Eine Freigabe von PlayStation 4 und Xbox One war damit weiterhin nicht absehbar.

