Phil Spencer begründet Abwärtskompatibilität mit dem Zugang zu älteren Spielen. Im TIME-Interview vom 19. Juni 2017 betrachtet er Spiele als Kunstform, die erhalten und weiterhin spielbar bleiben sollte.
Microsoft hatte am 11. Juni die Erweiterung der Xbox-One-Abwärtskompatibilität um Original-Xbox-Spiele angekündigt. Die damals knapp 400 unterstützten Xbox-360-Titel sollten um Klassiker der ersten Konsolengeneration ergänzt werden. Als Beispiel nannte das Unternehmen Crimson Skies. Das war eine Ankündigung, kein bereits abgeschlossener Start der neuen Bibliothek.
Spielbarer Katalog und Entwicklungsarchiv sind verschiedene Aufgaben
Für die Spieleerhaltung sind unterschiedliche Ziele zu trennen: Eine ausführbare Fassung ermöglicht die Beschäftigung mit dem fertigen Spiel. Ein Entwicklungsarchiv soll dagegen auch dokumentieren, wie es entstanden ist. Quellcode, verwendete Werkzeuge und Produktionsunterlagen beantworten andere Fragen als der Zugriff auf einen Konsolentitel. Diese Unterscheidung ist eine redaktionelle Betrachtung, keine zusätzlich angekündigte Xbox-Funktion.
Die angekündigte Unterstützung ausgewählter Original-Xbox-Spiele betrifft den spielbaren Katalog. Aus der damaligen Ankündigung ergibt sich keine vollständige Archivierung sämtlicher Entwicklungsbestände und keine Zusage, jeden älteren Titel verfügbar zu machen.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert das Interview und den Ankündigungsstand vom Juni 2017. Das offizielle Xbox-One-X-Pressemotiv illustriert die damalige Hardwaregeneration.

