Paradox Interactive verschiebt den Aufbau-Simulator „Prison Architect 2“ auf unbestimmte Zeit. Eigentlich sollte das Gefängnis-Aufbauspiel im September 2024 erscheinen, nun teilte der Publisher mit, dass kein neuer Termin genannt wird. Das berichtet heise online.
Qualitätsbedenken als Grund
Als Begründung nannte Paradox Performance-Probleme sowie zu wenig Spielinhalt für einen Vollpreistitel. In einer offiziellen Mitteilung erklärte der Publisher, die Entscheidung stehe im Einklang mit dem eigenen Anspruch, die Qualität veröffentlichter Inhalte kontinuierlich zu prüfen und zu verbessern. Dass Paradox keinen Zielzeitraum für die Neuveröffentlichung nannte, deutet darauf hin, dass noch erheblicher Entwicklungsaufwand bevorsteht.
Die Entwicklung des Spiels liegt inzwischen beim brasilianischen Studio Kokku. Es hatte die Arbeiten bereits im Mai 2024 vom vorherigen Entwicklerstudio Double Eleven übernommen, nachdem sich Paradox von diesem getrennt hatte. Kundinnen und Kunden, die „Prison Architect 2“ bereits vorbestellt haben, können eine vollständige Rückerstattung verlangen.
Teil einer größeren Kurskorrektur
Die Verschiebung reiht sich in eine Serie von Entscheidungen ein, mit denen Paradox nach dem holprigen Start von „Cities: Skylines II“ gegensteuert. Auch die Konsolenfassungen dieses Aufbauspiels wurden verschoben, und den Sims-Konkurrenten „Life by You“ hat der Publisher wegen Qualitätsbedenken sogar komplett eingestellt. „Prison Architect 2“ sollte ursprünglich das direkte Nachfolgespiel zum 2015 erschienenen Erfolgstitel „Prison Architect“ werden, in dem Spielerinnen und Spieler eigene Gefängnisse planen, bauen und verwalten.