NVIDIA hat am 7. Dezember 2017 die TITAN V mit Volta-Architektur vorgestellt. Der Hersteller nennt 110 Teraflops für Deep Learning. Diese Zahl beschreibt keine allgemeine Grafik- oder Spieleleistung. Die Karte wurde für KI-Entwicklung und wissenschaftliche Simulationen angeboten, zum Start für 2.999 US-Dollar.
Die GPU enthält 21,1 Milliarden Transistoren und nutzt 12 GB HBM2-Speicher. NVIDIA nennt einen angepassten 12-Nanometer-FFN-Prozess von TSMC. Das offizielle Produktvideo begleitet die Vorstellung.
Tensor Cores statt pauschalem Spielevergleich
Die Tensor Cores sind auf Deep-Learning-Berechnungen spezialisiert. NVIDIA bewirbt dafür bis zu neunmal höhere Spitzenleistung gegenüber dem Vorgänger. Daraus lässt sich keine neunfache Bildrate in einem Spiel ableiten: Eine theoretische Rate für bestimmte Rechenoperationen ist kein gemessener Durchsatz einer vollständigen Anwendung.
Für Entwicklungsrechner zählt deshalb die konkrete Arbeitslast. Ein Trainingsprozess mit passenden Bibliotheken und ein Renderer können dieselbe Karte unterschiedlich nutzen. Die Ankündigung enthält keinen unabhängigen Spielebenchmark und keinen Nachweis einer pauschalen Beschleunigung von Engine-Builds.
Für unterstützte KI-, HPC- und Visualisierungssoftware verweist NVIDIA auf die bereits gestartete NVIDIA GPU Cloud. Der kostenlose Zugang zur Container-Registry ist von Hardwarekosten und gegebenenfalls gemieteten Cloud-Ressourcen zu unterscheiden.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Vorstellung im Dezember 2017. Preis und Verfügbarkeit beziehen sich auf den damaligen Start, nicht auf ein aktuelles Angebot.

