NVIDIA hat am 7. März 2017 die Entwicklungsplattform Jetson TX2 vorgestellt. Das Modul kombiniert einen 256-Kern-Grafikprozessor auf Pascal-Basis mit einem ARMv8-Prozessor und richtet sich an Entwickler von Robotern, Drohnen und intelligenten Kameras.
Der Jetson TX2 soll laut NVIDIA gegenüber dem Vorgänger die doppelte Leistung oder mehr als die doppelte Energieeffizienz erreichen. Im sparsamen Betriebsprofil liegt die typische Leistungsaufnahme bei weniger als 7,5 Watt. Das Modul misst 50 mal 87 Millimeter und wiegt 85 Gramm.
JetPack 3.0 bündelt CUDA und Grafik-APIs
Zum Softwarepaket gehört JetPack 3.0 mit CUDA 8, cuDNN 5.1, TensorRT 1.0 und VisionWorks 1.6. NVIDIA nennt außerdem OpenGL 4.5, OpenGL ES 3.2, EGL 1.4 und Vulkan 1.0. Die technische Beschreibung im NVIDIA Developer Blog führt die Komponenten und die Linux-Basis für Tegra genauer auf.
Für Bildverarbeitung stehen sechs MIPI-CSI-2-Kameraanschlüsse bereit. Die Videoeinheiten unterstützen laut Datenblatt die Verarbeitung von 4K-Material mit 60 Bildern pro Sekunde. Mit den Profilen Max-Q und Max-P kann die Software zwischen geringer Leistungsaufnahme und höherem Durchsatz wählen.
Developer Kit für eigene Anwendungen
Das Jetson TX2 Developer Kit enthält neben dem Modul eine Referenzplatine, eine Kamera und die nötige Dokumentation. NVIDIA setzte den Preis zum Start auf 599 US-Dollar, die Auslieferung sollte am 14. März 2017 beginnen. Für technische Teams ergänzt die Plattform damit GPU-beschleunigte Entwicklungsumgebungen wie die Azure N-Series, die Rechenleistung für Rendering und Visualisierung aus der Cloud bereitstellt.

