Electronic Arts hat nach dem starken Launch von „Battlefield 6“ Personal in mehreren Entwicklerstudios reduziert. Betroffen sind laut bestätigten Berichten die Teams von DICE, Criterion, Ripple Effect und Motive. Konkrete Zahlen nennt der Publisher nicht. Die Studios selbst bleiben bestehen, allerdings wurden Strukturen und Teams angepasst.
In einem Statement spricht Electronic Arts von gezielten Änderungen innerhalb der „Battlefield“-Organisation. Die Teams sollen stärker auf die Erwartungen der Community ausgerichtet werden. Gleichzeitig unterstreicht das Unternehmen die Bedeutung der Marke, die weiterhin eine zentrale Rolle im Portfolio einnimmt.
Starker Start, rückläufige Dynamik
„Battlefield 6“ war für Electronic Arts zunächst ein klarer Erfolg. Innerhalb von drei Tagen verkaufte sich der Shooter über sieben Millionen Mal. Am ersten Wochenende wurden mehr als 170 Millionen Online-Partien gespielt. In den USA führte der Titel die Jahrescharts 2025 an.
Mit etwas Abstand zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Aktivität auf Plattformen wie Steam ist deutlich zurückgegangen. Während zum Start mehrere hunderttausend Spieler gleichzeitig online waren, bewegen sich die Zahlen inzwischen nur noch im mittleren fünfstelligen Bereich. Auch die Nutzerbewertungen haben sich abgeschwächt und liegen aktuell im gemischten Bereich.
Kritik an Updates und Ausrichtung
Ein Teil der Community sieht vor allem Probleme bei der Weiterentwicklung des Spiels. Genannt werden unter anderem Balancing-Fragen, die Taktung neuer Inhalte sowie Monetarisierungsaspekte. Auch der Einsatz generativer KI bei kosmetischen Inhalten wurde kritisch diskutiert. Electronic Arts reagierte darauf unter anderem mit einer Verschiebung der zweiten Season, um mehr Zeit für Anpassungen zu gewinnen.
Neuausrichtung innerhalb der „Battlefield“-Organisation
Die aktuellen Entlassungen ordnet das Unternehmen als Teil einer internen Neuausrichtung ein. Ziel ist es, die laufende Betreuung des Live-Service-Titels effizienter zu organisieren. Laut Unternehmensangaben stehen die Maßnahmen nicht im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme durch eine Investorengruppe.
Die Entwicklung rund um „Battlefield 6“ zeigt, wie stark sich der Fokus nach dem Launch verschiebt. Ein erfolgreicher Verkaufsstart allein reicht nicht aus. Entscheidend bleibt, wie gut ein Titel über Monate hinweg weiterentwickelt wird und ob es gelingt, die Spielerschaft langfristig zu binden.
