Der ehemalige Blizzard-Präsident Mike Ybarra hat sich positiv zur zukünftigen Ausrichtung von Microsofts Gaming-Sparte geäußert. Ybarra, der selbst viele Jahre in leitenden Funktionen bei Xbox tätig war, kommentierte die von Phil Spencer skizzierten Pläne zur Veröffentlichung von First-Party-Titeln auf Konkurrenzplattformen wie PlayStation und Nintendo Switch. Er bezeichnete diesen Multiplattform-Kurs als den einzig richtigen Weg für die Studios und Spieler.
Multiplattform-Ansatz als wirtschaftliche Notwendigkeit
Laut Ybarra müssen sich Hardcore-Xbox-Fans von rein emotionalen Argumenten für Exklusivtitel verabschieden. Bei der enormen Größe, die Microsoft Gaming nach den Übernahmen erreicht hat, sei es wirtschaftlich schlicht nicht nachhaltig, andere Plattformen zu ignorieren. Das oberste Ziel müsse es sein, der weltweit größte Publisher für großartige Spiele auf allen verfügbaren Geräten zu werden. Die Spiele selbst seien in Kombination mit sozialen Netzwerken die Plattformen der Zukunft.
Skepsis gegenüber eigener Handheld-Hardware
Kritisch äußerte sich der Branchenveteran hingegen zu Gerüchten über ein potenzielles Xbox-Handheld-Gerät von Microsoft. Seiner Ansicht nach gäbe es bereits zahlreiche starke Drittanbieter-Lösungen für PC-Handhelds, die Microsoft lieber softwareseitig durch ein optimiertes Windows unterstützen sollte. Ein eigenes Gerät im Preissegment von 600 bis 800 Dollar berge für Microsoft zu hohe finanzielle Risiken, Ablenkungen und Entwicklungskosten. Das Unternehmen solle sich stattdessen auf seine Spiele und die Verbreitung seiner Abonnements konzentrieren.

