Mike Ybarra: Eine Xbox für 1.200 bis 1.800 Dollar würde ich nicht veröffentlichen

Preisgerüchte und ihre Grenzen für den Massenmarkt

Mike Ybarra, ehemaliger Corporate Vice President bei Xbox und späterer Präsident von Blizzard Entertainment, hat sich in einer ausführlichen Stellungnahme auf X zu den anhaltenden Gerüchten um den Verkaufspreis einer kommenden Xbox-Konsolengeneration geäußert. Eine Konsole im Preissegment von 1.200 bis 1.800 US-Dollar hätte nach seiner Einschätzung keine Chance auf breite Marktakzeptanz.

Ybarra führte aus: „Eine Konsole ist ein Gerät für ein Massenpublikum. Dafür braucht man großartige Spiele und einen niedrigen Einstiegspreis, meiner Meinung nach 399 bis 499 US-Dollar. Eine Konsole zu den genannten Gerüchtepreisen wird niemals nennenswerte Stückzahlen verkaufen, die ihr gegenüber Alternativen irgendeine Bedeutung verschaffen würden. Null. Ich würde sie gar nicht veröffentlichen. Bleibt bei PlayStation 5 Pro und Xbox Series X, bis sich die Komponentenpreise normalisieren. Die Leistungsfähigkeit dieser Geräte reicht für 99 Prozent des Publikums völlig aus.“

Fokus auf Software-Optimierung statt Preiserhöhungen

Bei den kursierenden Summen von über 1.000 Dollar handelt es sich um unbestätigte Schätzungen aus Analysten- und Zuliefererkreisen. Microsoft hat weder offizielle Hardware-Spezifikationen noch Zielpreise für eine Next-Gen-Plattform bekannt gegeben. Die Diskussion entstand vor dem Hintergrund steigender Halbleiterkosten und neuer Chipfertigungsprozesse.

Ybarra verwies zudem auf das ungenutzte Potenzial moderner Upscaling-Verfahren auf der bestehenden Konsolenhardware. Technologien wie AMD FSR 4.1 zeigten, dass durch Softwareoptimierung erhebliche Bildqualitäts- und Leistungsgewinne möglich sind, ohne dass Endkunden für neue Geräte vierstellige Beträge investieren müssen.

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