Microsoft arbeitet an einem neuen KI-Assistenten namens Scout, der deutlich weiter gehen soll als der bisherige Copilot, wie heise online am 3. Juni 2026 berichtete. Damit positioniert sich Microsoft direkt gegen Googles KI-Assistenten Spark und baut sein eigenes Angebot als Konkurrenz zu Google, OpenAI und Anthropic aus.
Tiefe Integration in Microsoft 365
Scout soll eng mit Outlook, Teams und OneDrive zusammenarbeiten und dabei Termine planen, E-Mails entwerfen, Spesenabrechnungen erstellen und Dateien verwalten. Als Unterscheidungsmerkmal nennt Microsoft die Fähigkeit, relevante Zusammenhänge selbstständig zu erkennen und proaktiv auf wichtige Aufgaben oder Ereignisse hinzuweisen, statt nur auf Anfragen zu reagieren. Technisch baut Scout auf der Open-Claw-Technologie von OpenAI auf. Eine Desktop-Vorschau startet zunächst für ausgewählte Kundinnen und Kunden in den USA.
Weitere Bausteine der KI-Strategie
Neben Scout treibt Microsoft mit Project Solara eine eigene, auf KI-Agenten zugeschnittene Hardware-Plattform voran und bringt mit Aion 1.0 kompakte, lokal lauffähige Sprachmodelle für Windows 11. Eine Partnerschaft mit der Mayo Clinic soll zudem KI-Modelle für den Gesundheitsbereich hervorbringen. Die Ankündigung von Scout fällt in dieselbe Woche wie die Vorstellung der Microsoft-eigenen MAI-Modellfamilie, mit der Microsoft sich generell unabhängiger von externen KI-Anbietern machen will.
