Start Hardware Microsoft senkt Xbox-Preis auf 199,99 US-Dollar als Antwort auf den PS2-Preiskampf

Microsoft senkt Xbox-Preis auf 199,99 US-Dollar als Antwort auf den PS2-Preiskampf

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Microsoft senkt Xbox-Preis auf 199,99 US-Dollar als Antwort auf den PS2-Preiskampf
Microsoft senkt Xbox-Preis auf 199,99 US-Dollar als Antwort auf den PS2-Preiskampf - Bild: Microsoft

Microsoft hat am 15. Mai 2002 angekündigt, den Verkaufspreis der Konsole in den USA von 299,99 auf 199,99 US-Dollar zu senken. In Kanada fällt der Preis von 459,99 auf 299,99 kanadische Dollar, in Japan von 34.800 auf 24.800 Yen. Die neuen Preise gelten sofort. John O’Rourke, Director of Worldwide Xbox Marketing, nannte die Xbox damit das beste Preis-Leistungs-Angebot unter allen konkurrierenden Videospielsystemen.

Der Zeitpunkt überrascht. O’Rourke erklärte, normalerweise wäre für eine Ankündigung dieser Größenordnung die Electronic Entertainment Expo in der Folgewoche die Bühne gewesen, doch Microsoft sei schon seit einiger Zeit startklar. Den Ausschlag gab der Wettbewerb: Sony hatte zwei Tage zuvor den Preis der PlayStation 2 in den USA ebenfalls von 299 auf 199 US-Dollar gesenkt. So beginnt der Preiskampf der sechsten Konsolengeneration schon vor der Leitmesse.

Warum Microsoft den Preis kappt

Microsoft will mit dem niedrigeren Preis mehr Käufer erreichen und die Konsole breiter verfügbar machen. Helfen sollen dabei Partnerschaften mit großen Handelsketten und mit Drittanbieter-Publishern. Die Xbox war im November 2001 in Nordamerika zum Startpreis von 299,99 US-Dollar erschienen. Indem Microsoft den Abstand zur etablierten Konkurrenz halbiert, zielt das Unternehmen auf den Massenmarkt. Dort entscheidet der Hardwarepreis darüber, wie viele Geräte verkauft werden, und damit über den späteren Softwareabsatz.

Halo, Attach-Rate und der Druck auf beide Anbieter

Als Argument für die Plattform führt Microsoft die Software an. Halo hatte von der Academy of Interactive Arts and Sciences die Auszeichnung als Spiel des Jahres 2002 erhalten, und die Xbox kam in Nordamerika auf eine Software-Attach-Rate von 4,1 Titeln pro Konsole. Niedriger Einstiegspreis bei zugleich starker Softwarebindung: Das ist das klassische Modell der Branche. Die Hardware geht nahe an oder unter den Herstellungskosten über die Theke, das Geld kommt über das Spielegeschäft herein. Weil Sony fast zeitgleich auf dasselbe Preisniveau ging, geraten beide Anbieter bei den Margen unter Druck, und der Verdrängungswettbewerb spitzt sich im laufenden Jahr zu.

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