Microsoft Research macht Holoportation mobil

Microsoft Research hat am 24. Juni 2016 Holoportation als mobile 3D-Erfassung vorgestellt. Das Team verlagerte das System aus dem Studio in ein fahrendes Auto und reduzierte dabei nach eigenen Angaben den benötigten Datendurchsatz um 97 Prozent.

Holoportation rekonstruiert hochwertige 3D-Modelle von Personen, komprimiert sie und überträgt sie in Echtzeit. In Verbindung mit Mixed-Reality-Brillen wie HoloLens können entfernte Teilnehmer räumlich dargestellt werden, sodass Bild, Ton und Interaktion gemeinsam in einer Szene ankommen.

Das Demonstrationsvideo zeigt das mobile Setup mit Kameras im Fahrzeug. Microsoft Research kombinierte dafür Tiefen- und RGB-Erfassung mit der Übertragung der rekonstruierten Modelle.

Azure Kinect übernimmt die Erfassung

Für die Demo nutzte Microsoft Research Azure Kinects. Die Sensoren lieferten Tiefen- und Farbdaten, aus denen das System die 3D-Modelle berechnete. Die offizielle Projektbeschreibung nennt die hohe Qualität der Tiefendaten und die deutliche Reduzierung der Bandbreite als zentrale technische Punkte.

Der Ansatz verbindet damit Forschung zu Computer Vision, Echtzeitübertragung und Mixed Reality. Einen verwandten Einsatz von Tiefen- und Kameradaten beschreibt der ältere Beitrag zu Microsoft Research und der Xbox One Kinect. Holoportation erweitert diesen Sensoreinsatz um die mobile Übertragung kompletter Personenmodelle.

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