Der Technologiekonzern Microsoft hat laut Medienberichten eines seiner internen Teams für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion zum 1. Juli geschlossen. Ein ehemaliger Leiter des betroffenen Teams übte in einer internen E-Mail scharfe Kritik an der Konzernleitung und warf dieser mangelnde Konsequenz und Diskriminierung bei der Umsetzung der Diversitätsziele vor. Die genaue Anzahl der entlassenen Angestellten ist nicht bekannt.
Festhalten an Diversitätsverpflichtungen
Ein Microsoft-Sprecher betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Bemühungen um Diversität und Inklusion im Unternehmen trotz der Schließung unverändert fortbestehen. Man halte an den gesetzten Erwartungen und der Rechenschaftspflicht in diesem Bereich fest. Microsoft hatte in der Vergangenheit bereits erhebliche Sparmaßnahmen durchgeführt, darunter die Entlassung von 1.900 Angestellten in der eigenen Gaming-Sparte im Januar 2024. Laut einer Studie der IGDA betrachten 85 Prozent der weltweiten Entwickler Diversität als wesentlichen Faktor für die Branche.

