Microsoft kündigt „Copilot for Gaming“ an: KI-Sidekick für Coaching, Setup und In-Game-Hilfe

Microsoft hat im Official Xbox Podcast am 13. März 2025 „Copilot for Gaming“ vorgestellt, einen KI-Assistenten, der direkt am Spieler ansetzt. Vorgestellt wurde das Vorhaben von Fatima Kardar, Corporate Vice President of Gaming AI bei Xbox, gemeinsam mit Jason Ronald, VP of Next Generation. Der Assistent soll personalisierte Empfehlungen liefern, beim Einrichten und Verwalten von Spielen helfen, das spielerische Können coachen und perspektivisch situative Hilfe im laufenden Spiel über natürliche Sprache bereitstellen.

Laut Kardar verfolgt der Ansatz ein übergeordnetes Ziel, das sie mit den Worten „to help you to get to play first“ umschreibt: Der Assistent soll Reibung vor und während des Spielens reduzieren. Konkret nennt Xbox personalisierte Spielempfehlungen, nahtloses Setup und Management von Titeln, Skill-Coaching zur Verbesserung des eigenen Spiels, In-Game-Unterstützung mit situativen Hinweisen per natürlicher Sprache sowie Funktionen für die soziale Vernetzung mit Freunden und Communitys.

Drei Prinzipien als Fundament

Xbox stützt Copilot for Gaming auf drei erklärte Grundprinzipien: Capability, Adaptability und Personalization. Capability adressiert den Funktionsumfang, der von Empfehlungen über Setup-Hilfen bis zu Coaching reicht. Adaptability beschreibt die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Spielsituationen und Kontexte anzupassen. Personalization zielt auf die Ausrichtung an individuellen Vorlieben, Spielständen und Spielhistorie. Den Einstieg bildet eine frühe Preview, die Xbox Insider zunächst auf Mobilgeräten erhalten, mit anschließender schrittweiser Ausweitung auf weitere Geräte. Den gleichen Weg über die Preview für Insider nutzt Xbox auch bei anderen neuen Funktionen.

Copilot rückt an den Spieler heran

Bislang tauchte die Copilot-Marke vor allem im Produktions- und Produktivitätsumfeld auf. KI-Initiativen im Gaming-Bereich zielten oft auf Entwicklungswerkzeuge und Content-Erstellung. Copilot for Gaming spricht dagegen unmittelbar den Spieler und dessen Spielerlebnis an. Im selben Podcast erklärte Jason Ronald, dass Xbox Play Anywhere inzwischen mehr als 1.000 Titel umfasst und für aktivierte Spiele eine um 20 Prozent höhere Spielzeit ausgewiesen wird. Copilot for Gaming startet auf Mobilgeräten und soll später auf weitere Geräte kommen, womit Microsoft denselben geräteübergreifenden Ansatz wie bei Xbox Play Anywhere verfolgt. Wie sich diese Pläne später entwickelten, zeigt der spätere Schritt, bei dem Microsoft den Xbox Copilot für die Konsole strich und die Mobile-Version zurückfuhr.

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