Micron liefert erste SSD mit QLC-NAND aus

Micron hat am 21. Mai 2018 die ersten SSDs mit QLC-NAND ausgeliefert. Die 5210 ION war für leselastige Cloud- und Rechenzentrumsanwendungen vorgesehen und sollte Flash-Speicher mit höheren Kapazitäten und geringeren Kosten gegenüber Festplatten verbinden.

Quad-Level Cell speichert vier Bits pro Speicherzelle. Micron gab für die eigene QLC-Technik eine um 33 Prozent höhere Bitdichte als bei aktuellem TLC-NAND an. Die Grundlage bildete ein 64-lagiger 3D-NAND-Aufbau mit einer Dichte von bis zu einem Terabit.

5210 ION für große, leselastige Datenbestände

Die 5210 ION nutzt das 2,5-Zoll-Format mit sieben Millimetern Bauhöhe und eine SATA-Schnittstelle. Micron nannte Kapazitäten von 1,92 bis 7,68 Terabyte. Als Einsatzfelder führte der Hersteller künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Echtzeitanalysen, Big Data, Content-Auslieferung und Datenbanken auf.

Zunächst ging die SSD an strategische Partner und Kunden. Eine breite Verfügbarkeit stellte Micron für den Herbst 2018 in Aussicht. Die Konstruktion zielte damit zunächst auf Rechenzentren und nicht auf eine klassische Desktop- oder Gaming-SSD. Für technische Teams ist der Schritt trotzdem relevant, weil große Build-, Test- und Streaming-Infrastrukturen zu den von Micron genannten leselastigen Speicherlasten gehören.

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