Das LLVM-Projekt beschreibt in einem Entwicklerbeitrag vom 14. November 2018 den neuen clang-cl-Schalter /Zc:dllexportInlines-. Die Option soll bei Windows-Projekten unnötige Ausgaben inline definierter Funktionen aus Objektdateien vermeiden.
Bei einer als DLL exportierten Klasse erzeugt der Compiler inline definierte Methoden sonst in jeder Übersetzungseinheit, die den Header einbindet. clang-cl kann diese Definitionen mit der neuen Option direkt verwenden, statt sie zusätzlich aus der DLL zu importieren oder in sie zu exportieren.
Weniger Objektdateien und kürzere Linkzeiten
LLVM nennt für Chrome rund 30 Prozent weniger Zeit bei vollständigen Windows-Builds, 30 Prozent kürzere Linkzeiten für blink_core.dll und 40 Prozent kleinere Objektdateien. Der Effekt entsteht durch weniger Compilerarbeit und eine geringere Datenmenge für den Linker.
Für große C++-Projekte, darunter auch Spiele-Engines und Build-Pipelines für Windows-Spiele, kann das die Iterationszeit verkürzen. Die Option ist laut LLVM jedoch nicht vollständig ABI-kompatibel. Der ältere Beitrag zu LLVM 7.0 beschreibt bereits die übrigen Compiler- und Debugging-Werkzeuge dieser Entwicklungsumgebung.

