LLVM 6.0 bringt neue Compiler- und Debugging-Funktionen

Das LLVM-Projekt hat am 8. März 2018 die Version 6.0 seiner Compiler-Infrastruktur veröffentlicht. Die offizielle Release-Ankündigung nennt unter anderem eine Retpoline-Minderung gegen Spectre Variante 2, bessere CodeView-Debug-Informationen für Windows und neue Optimierungen.

Die Release Notes zu LLVM 6.0 führen außerdem GlobalISel als Standard für AArch64 bei der Optimierungsstufe O0, verbesserte Ablaufplanung für mehrere x86-Mikroarchitekturen und zusätzliche Warnungen auf. Für Entwickler von Compilern, Engines und nativen Anwendungen sind damit sowohl die Werkzeugkette als auch die erzeugten Binärdateien betroffen.

Clang wechselt auf GNU C++14 als Standard

Clang verwendet mit der neuen Hauptversion standardmäßig GNU C++14 statt GNU C++98. Zusätzlich enthält die Clang-Dokumentation zu LLVM 6.0 Unterstützung für ausgewählte Funktionen der kommenden C++2a-Version. Die Veröffentlichung bündelt damit Änderungen am Frontend, an den Optimierungsstufen und an der Windows-Debugging-Unterstützung in einem gemeinsamen Release.

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