Leslie Benzies, früherer Präsident von Rockstar North und Producer mehrerer Grand-Theft-Auto-Spiele, fordert nach Angaben seiner Kanzlei mehr als 150 Millionen US-Dollar an ausstehenden Tantiemen. Locke Lord veröffentlichte die Erklärung am 12. April 2016. Die Ansprüche richten sich gegen Take-Two, Rockstar Games, Rockstar North sowie Sam und Dan Houser.
Gegensätzliche Auslegungen der Vergütungsregeln
Benzies beruft sich auf seine Stellung als einer von drei Rockstar Principals. Seine Anwälte behaupten, er sei während einer Auszeit aus dem Unternehmen gedrängt und von Zahlungen ausgeschlossen worden. Am 1. April 2015 habe er seine Arbeit wieder aufnehmen wollen, aber keinen regulären Gebäudezugang mehr gehabt. Dies sind Vorwürfe der Klägerseite, keine gerichtlichen Feststellungen.
Take-Two und Rockstar vertreten in ihrer am 11. April eingereichten Klageschrift die Gegenposition. Sie beantragen eine gerichtliche Klärung, dass der Royalty Plan von 2009 keine Mindestzahlungen oder finanzielle Gleichstellung mit den anderen Principals garantiert. Das Unternehmen behauptet außerdem, Benzies habe ohne vertraglich anerkannten Grund gekündigt und keine weiteren Ansprüche nach seinem Ausscheiden. Auch diese Darstellung ist Parteivortrag.
Der Streit betrifft Vergütungsrechte, nicht eine neue Spieleankündigung. Benzies war an Grand Theft Auto V beteiligt, dessen PC-Fassung Rockstar im April 2015 veröffentlichte. Ob und in welcher Höhe weitere Zahlungen geschuldet sind, ist Gegenstand der Verfahren.

