Das freie Zeichenprogramm Krita und das Qt-Framework erhalten eine HDR-Pipeline für Windows. Die von Intel dokumentierte Entwicklung verarbeitet HDR-Bilder im EXR-Format und stellt sie auf kompatiblen Windows-10-Systemen mit erweitertem Helligkeits- und Farbumfang dar.
Die Arbeit entstand mit Unterstützung von Intel und befand sich Ende November 2018 noch in der Entwicklung. Eine Demo zeigte bereits die Darstellung eines HDR-Bildes auf dem Krita-Canvas. Für eine stabile Veröffentlichung mussten noch die Integration in Krita, Qt und die Grafiktreiber abgestimmt werden.
HDR-Pipeline mit Qt und ANGLE
Krita basiert auf Qt und nutzt OpenGL für die Darstellung. Da Windows HDR damals über DirectX bereitstellte, floss die Anpassung auch in die ANGLE-Kompatibilitätsschicht ein. Die Entwickler mussten Farbformat, Ausgabefläche und die Zusammensetzung der Qt-Oberfläche so verbinden, dass das Bild nicht auf den üblichen sRGB-Bereich reduziert wird.
Die Krita-Dokumentation zur gesponserten Entwicklung führt das HDR-Projekt als von Intel unterstützte Arbeit auf. Für Konzeptgrafiken, Texturen und andere Produktionsdaten aus Spieleprojekten ist der Ansatz interessant, weil Künstler HDR- und OpenEXR-Daten direkt in einer freien Anwendung bearbeiten können. Die technische Nähe zu Qt-Werkzeugen zeigt sich auch im früheren Qt-Creator-Beitrag zur Entwicklungsumgebung.

